{"id":5177,"date":"2025-12-01T19:21:40","date_gmt":"2025-12-01T19:21:40","guid":{"rendered":"https:\/\/morgenthaler.art\/?page_id=5177"},"modified":"2025-12-28T18:08:53","modified_gmt":"2025-12-28T18:08:53","slug":"dezember-2025-fotografie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/dezember-2025-fotografie\/","title":{"rendered":"Dezember 2025 &#8211; Fotografie"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Von Grafen und Machern<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nach1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5181\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nach1.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nach1-300x200.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nach1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Irgendwo habe ich gelesen: &#8222;Jeder neue Gedanke baut auf alten, bisherigen Gedanken auf. Unser Bewusstsein erweitert sich st\u00e4ndig.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bisher war meine Meinung bipolar: Es gibt entweder Fotografen oder Knipser. Dazwischen war nichts und niemand. Dieses Schwarz\/Wei\u00df Denken hat sich mittlerweile ver\u00e4ndert, erweitert. Jetzt gibt beim mir mindestens noch eine weitere Stufe dazwischen: Die Bilder Macher. Gemeint sind die Lichtbilder Macher. Dazu z\u00e4hle ich mich leider immer noch. Denn jedesmal wenn ich ein besonders Licht sehe\/erkenne, mache ich reflexartig Bilder davon. Wie heute in diesem Bild am 1.12.2025.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast alle Foto Lehrb\u00fccher sind voll davon. Voller Lichtbilder. Und die Autoren sind besonders stolz darauf. Und wollen die Leser davon \u00fcberzeugen\/\u00fcberreden\/unterrichten. Und ich dachte lange, das sei normal. Ist es aber nicht. Denn es geht noch besser, viel besser. Aber nur, wenn man es will und kann. Kommunikation ist viel viel schwieriger wie &#8222;Bilder machen&#8220;. Vermutlich dr\u00fccken sich deshalb die Meisten davon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wenn uns vom &#8222;Gott des Lichtes&#8220; besonders, au\u00dfergew\u00f6hnliches Licht geschenkt wird, nehmen wir dankend an, machen unsere Bilder und zeigen sie stolz herum. Das ist unter den selbsternannten Fotografen so selbstverst\u00e4ndlich, dass es scheinbar niemand hinterfragt und auch niemand merkt. Dabei sind es nur bedeutungslose (Licht-)Bilder. Ohne Aussage, ohne Tiefe, ohne Sinn. Andreas Feininger nennt es &#8222;Visuelles Geschw\u00e4tz&#8220; weil es keine visuelle Kommunikation ist. David Ulrich schreibt dazu: &#8222;Meiden sie das Malerische&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle gro\u00dfen Fotografen Meister sind\/waren einen entscheidenden Schritt weiter. Alle Meister haben lebensl\u00e4nglich an Ihrem fotografischen Lebenswerk gearbeitet. Alle hatten eine Idee, Vision, Bedeutung, Sinn, Hintergrund. Das habe ich jahrelang nicht begriffen, nicht gemerkt, nicht gewusst. Ihnen ging es nie um ein einziges Bild. Nie um ein einmaliges Licht. Nie um einen Schnappschuss.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bild-Aussage &#8211; Bildsprache<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Aussage.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5203\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Aussage.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Aussage-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Aussage-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum bin ich nur so langsam im Denken, erkennen, reifen, verbessern? Warum dauert es bei mir so lange bis ich dem Ziel n\u00e4her komme. Alle gro\u00dfen K\u00fcnstler haben etwas zu sagen. Alle. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht Schriftsellern nie um Worte, S\u00e4tze, Abs\u00e4tze, es geht Ihnen um Aussage. Egal ob sie Romane, Geschichten, Essays schreiben, Sie haben eine Idee, Bedeutung mit Ihren Worten. Und sie nutzen dabei die verbale Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne dass ich jemals mit Ihm gesprochen habe, bin ich mir sicher dass Udo J\u00fcrgens auch etwas aussagen wollte. Seine Lieder \u201eGriechischer Wein\u201c &#8211; \u201eDas ehrenwerte Haus\u201c &#8211; \u201eAber bitte mit Sahne\u201c &#8211; &#8222;Immer wieder geht die Sonne auf&#8220;- &#8222;Zeig mir den Platz an der Sonne&#8220;, hatten eine bestimmte Aussage. Seine Aussage. Eine musikalische\/verbale\/Lieder Kommunikation. Das ist bestimmt langsam in Ihm gereift. Zu Beginn waren es bei Ihm nur normale Lieder: &#8222;17 Jahr, blondes Haar&#8220;, war einfach nur ein Lied, ein Hit, reine Geldmacherei<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genauso so die Beatles. Bestimmt wollten Sie der ganzen Welt mit Ihrem Lied \u201eAll you need ist love\u201c dieses Motto mitgeben. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es vor vielen Jahrzehnten die erste weltweite Live Sendung im Fernseher. In &nbsp;allen Kontinenten wurde diese Sendung live ausgestrahlt. Mit dabei, die Beatles im Studio bei der Aufnahme dieses Liedes. Welche ein Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr ein Song, f\u00fcr eine Musik Gruppe. Nicht nur f\u00fcr Ihr Lied. Sondern f\u00fcr Ihre Aussage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Komisch, dass ich dies 3 Jahre lange nie erkannt habe. Denn dieses Ziel haben richtige, seri\u00f6se, gute Fotografen auch. Sie wollen mitteilen, kommunizieren. Visuell mit Bildern. Das gilt meiner Meinung nach nicht f\u00fcr Knipser. Das gilt auch nicht f\u00fcr Bilder-Macher. Denen geht es nur um eine Erinnerung bzw. um ein Licht-Bild.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Resonanz<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegel3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5218\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegel3.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegel3-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegel3-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David Ulrich bezieht sich in seinem Buch: &#8222;Bewusster fotografieren&#8220; oft auf <strong>Minor White<\/strong>. Dieser soll gesagt haben. \u00bbSuche Resonanz in deinem Leben und deiner Arbeit. Du wirst nicht entt\u00e4uscht werden.\u00ab Mir f\u00e4llt dabei auf, dass er auch von <strong>Resonanz im Leben<\/strong> schreibt. Nicht nur beim Fotografieren. Damit ist wieder das Wort <strong>Lebenswerk <\/strong>im Raum. Im Gegensatz zu vielen Foto Lehrb\u00fcchern, in denen es nur um die Technik, nur um Licht, nur um Bilder geht, schreiben leider viel zu wenig Autoren \u00fcber die tiefere Bedeutung (Kommunikation) der Fotografie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Wikipedia steht: <strong>Minor White<\/strong> war ein bekannter US-amerikanischer Fotograf, einflussreicher Lehrer, intellektueller und spiritueller \u201eGuru\u201c einer ganzen Fotografengeneration.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Resonanz: Erkennen wer man ist. Was man will. Was einen interessiert. Selektieren und konzentrieren. Wenn ich mit bestimmten Menschen nicht in Resonanz bin, drehe ich mich um und gehe. Das Leben ist zu kurz.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bruder<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildsprache: Ja, ich wei\u00df: St\u00f6rende Elemente wie z.B.: \u00c4ste die von der Seite ins Bild ragen, m\u00fcssen unbedingt entfernt werden. Es sein denn, sie sind so gro\u00df, dass der Betrachter erkennt: Das geh\u00f6rt bewusst zur Bildaussage. Und bei mir ist es jedoch ein Erkennungszeichen: Mein innerer Widerspruchsgeist lehnt sich gegen jeden erhobenen Zeigefinger auf!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"465\" height=\"700\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/zweige.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5238\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/zweige.jpg 465w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/zweige-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 465px) 100vw, 465px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Udo J\u00fcrgens singt in einem Lied: <br>&#8222;Denn mein Bruder ist ein Maler und ein Bild von seiner Hand kann mehr <strong>sagen <\/strong>als tausend Melodien. Ja mein Bruder ist ein Maler, ich bin nur ein Musikant.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ist es wieder das Wort, das mich zur Zeit fotografisch besch\u00e4ftigt wie nichts zuvor. Er singt es aus: Es geht Ihm um Aussagen. Im Bild oder im Lied. Recht hat er. Damit gibt er zu, dass auch er in seinen Liedern eine Aussage machen will. Aber die wenigsten S\u00e4nger k\u00f6nnen es. Sie singen dann nur: tralalie und tralala.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ich glaube (aber glauben hei\u00dft nicht wissen), die Intention etwas aussagen zu wollen, zeichnet alle gro\u00dfen K\u00fcnstler aus. Als Schriftsteller, Bildhauer, S\u00e4nger, Maler, Fotograf, etc. Es geht den Meister Ihres Fachs, nicht einfach nur um einen Text, eine Skulptur, ein Lied, ein Bild oder ein Foto. Wenn ich das doch auch nur k\u00f6nnte !!!!!!!!!!!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo er nicht Recht hat, ist seine Meinung, dass ein Bild mehr bewirken kann wie 1000 Melodien. Selbst ein einziges Lied, kann\/wird Menschen mehr ber\u00fchren, wie ein Foto. Sogar nachhaltig.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bild-Ausdruck<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/gh1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5247\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/gh1.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/gh1-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/gh1-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Bild dr\u00fcckt aus, wie modern die Stadtmitte von Wolfratshausen mittlerweile ausgebaut und renoviert ist. Beste Lage, Mitten im Zentrum, Viel Laufkundschaft, helle, moderne, freundliche Farben, laden zu verweilen und zum Kaufen ein. Es ist auf den ersten Blick sofort zu erkennen, dass der Besitzer und die Stadt, Hand in Hand gemeinsam alles tun, um dem allgemeinen Verfall der Stadtzentren entgegen zu wirken. Das einzige was noch fehlt, sind kostenlose Parkpl\u00e4tze. Aber zur Zeit ist Wahlkampf, da werden uns Steuerzahler bestimmt auch noch Parkpl\u00e4tze versprochen. Zumindest als (Wahl-)Versprechen. Und wie immer glauben wir es Ihnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kiefernb\u00e4umchen <\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"680\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi2-1024x680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5277\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi2-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi2-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi2-768x510.jpg 768w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi2-1536x1020.jpg 1536w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi2-2048x1360.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute habe ich gelernt\/gelesen, wie ich Kiefernb\u00e4umchen im Huang-Shan-Gebirge Chinas fotografiere. Daf\u00fcr bin ich dem Buchautor: Bj\u00f6rn Nehrhoff von Holderberg, von Herzen dankbar. Das wird mir noch wertvolle Dienste leisten und viele entscheidende Impulse in meinem Fotografen Leben geben. Auch wenn ich kleines Lichtlein heute noch nicht so recht absch\u00e4tzen kann, wann, wo, wie, warum es hilfreich ist. Auf jedem Fall bin ich sofort raus und habe es, wie hier im Bild zu erkennen, perfekt umgesetzt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dass es sogar eine \u201ekontemplative Bildaussage\u201c gibt, habe ich bei ihm gelesen. Verstanden habe ich es leider auch nicht. Liegt auch bestimmt an meiner langsamen, besinnlichen, beschaulichen Auffassungsgabe.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gegen den Strom<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ms.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5287\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ms.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ms-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ms-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich wei\u00df zwar nicht genau worum es geht, aber es gef\u00e4llt mir, dass sich Wolfratshausen mal querlegt, und nicht alles brav und ordentlich mitmacht und sogar den Mut hat, gegen den Strom zu schwimmen. Es muss wohl etwas politisches sein. Also viel zu hoch und zu kompliziert f\u00fcr normale B\u00fcrger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sogar die Windrichtung wird mittlerweile von der Lokal Politik bestimmt. Selbst die &#8222;Wolfratshausen Flagge&#8220; steht unter der Weisungsbefugnis des Stadtrats. Da kann Europa, Deutschland und sogar der Freistaat Bayern anderer Meinung (Windrichtung) sein, wir sind hier das &#8222;kleine gallische Dorf&#8220; s\u00fcdlich der Landeshauptstadt. Eine Insel der Unbeugsamen\/Eigensinnigen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ver\u00e4nderung<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"432\" height=\"650\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/zwei.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5294\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/zwei.jpg 432w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/zwei-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Robin Sharma soll gesagt haben: &#8222;Jede Ver\u00e4nderung ist am Anfang hart, in der Mitte chaotisch und am Ende fantastisch.&#8220;<\/strong> Ich kenn ihn zwar nicht, aber das mit dem \u201ehart am Anfang\u201c hat er schon mal richtig erkannt und formuliert. Mir geht es n\u00e4hmlich so. Ich bin nicht mehr im alten Bilder-Macher-Leben zuhause, und erst recht noch lange nicht im neuen Fotografen Himmel angekommen. Rumstochern im Nebel. Orientierunglos.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lexicon of Visual Language<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"428\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/lex.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5300\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meinem PC Ordner, in dem ich alle eBooks als PDF Datei abgelegt habe, sind 134 Fotolehrb\u00fccher. Und kein Buch ist dabei, das die Bildsprache im Detail erkl\u00e4rt. Hier bin ich ganz auf mich allein angewiesen. Seltsam, dass es so etwas existenzielles nicht schon lange gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb kam mir heute beim Foto Spaziergang an der frischen Luft (wo sonst?) die Idee, ich schreib selbst ein Buch nur f\u00fcr mich. Mit allen Motiven und der dazugeh\u00f6renden Bedeutung\/Aussage. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gelesen habe ich schon in vielen B\u00fcchern, dass Farben eine bestimmte Assoziation beim Betrachter ausl\u00f6sen. Spontan fallen mir auch aufsteigende Linien oder abfallende Linien ein. Sie sind mit Aufschwung bzw. Abschwung verbunden. Dunkle Bilder oder helle Aufnahmen haben ebenfalls eine vorhersehbare Wirkung. Wie die anderen 10.000 Motive auch. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weigerung<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"604\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/kreisl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5319\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/kreisl.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/kreisl-300x201.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/kreisl-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich weigere mich nach wie vor, und vermutlich Fotografen-lebensl\u00e4nglich, ein Bild nur deshalb als sch\u00f6n, toll, wow, super, gelungen, einmalig, sensationell, begeisternd zu bewerten, nur weil es ein paar Kilometer weiter \u00f6stlich, s\u00fcdlich, westlich oder n\u00f6rdlich von Wolfratshausen aufgenommen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten Bilder wirken \u00f6de, langweilig, ja sogar naiv, plump und einf\u00e4ltig, wenn sie dort ausgestellt werden, wo sie aufgenommen wurden. Ein Bild mit blutrotem Sonnenuntergang und blauem Meer am Palmenstrand von Hawaii ist f\u00fcr alle Betrachter todlangweilig, wenn es in einer Kunst Ausstellung in Hawaii selbst gezeigt wird. Dort ist es Alltag. Und warum sollte mir dieses Bild gefallen, nur weil ich etwas weiter entfernt, hier in Wolfratshausen lebe?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es langweilt mich zutiefst, wenn ich in all den Foto Lehrb\u00fcchern, all diese Bilder aus aller Herren L\u00e4nder anschauen muss. &#8222;Bedeutungsloses visuelles Geschw\u00e4tz&#8220;, w\u00fcrde Andreas Feininger dazu anmerken. Recht hat er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum sollte mir ein Pinguin Bild gefallen, aber eine heimische Ente langweilen? Warum fliegen ambitionierte Fotografen tausende von Kilometer weit weg, um Bilder von einer Eisb\u00e4rin zu machen? Nur um zu zeigen, wie Mama-B\u00e4r mit Ihren B\u00e4ren Kindern spielt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz sicher ist es extrem ber\u00fchrend zu sehen, wie Tiere mit Ihrem Nachwuchs liebevoll umgehen. Aber wer das als Bildaussage herzeigen will, kann sich auch hier in Oberbayern im Sommer auf Bilder Jagd begeben und zeigen wie eine Kuh mit Ihrem K\u00e4lbchen spielt. Das ist dann f\u00fcr mich wahres Fotografen K\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur wenn der Fotograf zeigen will, dass sich die Eisb\u00e4r Population entgegen der Klima Vorhersage, mittlerweile sogar verdoppelt hat, w\u00e4re das f\u00fcr mich ein Grund, solche Bilder zu machen. Und wie immer stelle ich mir innerlich die Frage: Bernd, (ich bin per Du mit mir) ist das der Sinn Deines Fotografen Lebens? Und die Antwort ist ein klares, lautes NEIN. Ich wei\u00df zwar nicht immer genau was ich will, aber oftmals wei\u00df ich genau was ich NICHT will.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Doppelter \u00c4rger!<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/doppelt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5340\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute habe ich mich zweimal ge\u00e4rgert:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstens, weil mir ein Auto mitten in meine Aufnahme hineingeplatzt ist. In den EXIF Meta Daten steht, dass das Bild mit 1\/200 Sekunde aufgenommen wurde. Und w\u00e4re der Fahrer auch wirklich mit Tempo 30 \u00fcber die Br\u00fccke gefahren, w\u00e4re das nicht passiert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweitens, weil das Auto auch noch wei\u00df war. Bestimmt hat der Fahrer keine Fotografen-Farb-Kenntnisse, sonst h\u00e4tte er sein Auto &#8222;Hell-Orange&#8220; lackieren lassen. Dass so jemand \u00fcberhaupt den F\u00fchrerschein bekommt?<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildaussage: Nasskaltes Schmuddel Wetter<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"428\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/biergart.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5352\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/biergart.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/biergart-300x143.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/biergart-768x365.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich gestehe: Ich kann mich und meine Fotografen-Stimmung und meine t\u00e4gliche Bilder-Motiv Suche, nicht frei von dem jeweiligen Wetter Geschehen gestalten. Warum sollte ich auch? Wenn es drau\u00dfen kalt, ungem\u00fctlich, windig, leicht regnerisch ist, gelingen mir kaum Bilder, welche unb\u00e4ndige Lebenslust, die sommerliche Unbeschwertheit, die Leichtigkeit des Seins einfangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also mache ich mich entsprechend der Wetter Stimmung auf Motiv Suche, welches dieses t\u00e4gliche Wetter aussagt. Da kam mir das Biergarten M\u00f6bel vor der Wirtshaus Fl\u00f6\u00dferei gerade recht.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nass, das zeigt der Durchh\u00e4nger des Schnees. Denn trockener Pulver Schnee sieht anders aus.<\/li>\n\n\n\n<li>Kalt, das zeigt der Schnee. Denn warmer Regen ist nicht wei\u00df.<\/li>\n\n\n\n<li>Und der inhaltliche Kontrast: Nass Schnee auf dem bayerischen Symbol f\u00fcr Lebensfreude: &#8222;Biergarten Idylle&#8220;, war f\u00fcr mich der beste Gegensatz, der mir heute hier in Wolfratshausen f\u00fcr dieses Wetter aufgefallen ist.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Foto-Wettbewerb<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"678\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/drei.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5378\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/drei.jpg 450w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/drei-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich lehne ich Bilder Wettbewerbe ab. Es gibt keine gute Kunst, keine schlechte Kunst und auch keine entartete Kunst. Und trotzdem: Ich stehe t\u00e4glich im Foto Wettbewerb. Im Wettbewerb mit mir selbst. Heute will ich Bilder machen die besser sind wie gestern, und morgen hoffe ich auf Fotos, die noch etwas besser sind wie die heutigen. Und der beste, strengste, ehrlichste Juror, der bin ich selbst. Jeden Abend: Gnadenlos. Deprimierend. Oft schiebe ich die Schuld auf den Sensor, wohlwissend, dass der Ausl\u00f6ser immer noch ich selbst bin. Und selbst die Besten der Besten sagen, dass eine handvoll wirklich guter Bilder pro Jahr, schon eine gute Ausbeute ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schmerzfrei<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"420\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/asdfsdf.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5394\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/asdfsdf.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/asdfsdf-300x140.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/asdfsdf-768x358.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich doch endlich einmal ganz schmerzfrei leben k\u00f6nnte. Einmal tief und erholsam durchschlafen. Wenigstens einmal ohne Heftpflaster ins Bett gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bitte lieber Bilder-Gott: Erweise mir armen Foto-S\u00fcnder, wenigstens einmal im Leben, die Bild-Gestaltungs-Gnade und schenke mir ein Bild, das alles ausr\u00fcckt, was ich sagen will. Einmal ein Bild ver\u00f6ffentlichen, f\u00fcr das ich mir nicht t\u00e4glich abends die Finger <strong>wund schreiben<\/strong> muss. Ein Bild das selbsterkl\u00e4rend ist. Ohne Text. Ohne Erkl\u00e4rung. Ohne Worte. Ein Bild, das jeder sofort versteht. Davon tr\u00e4ume ich, wenn ich nur schlafen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leonardo da Vinci<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildaussage: Auch im grauen Wolfratshausen-Dezember-Winter-Wetter sind Bilder mit etwas Farbe m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/farben5687.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5411\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/farben5687.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/farben5687-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/farben5687-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich lese gerade, dass Leonardo da Vinci einen unglaublichen Regelbruch gemacht hat. Bestimmt w\u00e4re er sofort aus dem lokalen Fotoclub hier ausgewiesen worden. Die eiserne Fotografen Regel lautet: Man stellt immer und immer und nochmals immer, auf die Augen scharf. Moderne Fotoapparate haben sogar eine automatische Augenerkennung und stellen deshalb automatisch auf die Augen scharf. Von dieser Regel gibt es KEINE Ausnahme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und in dem Bild von Leonardo da Vinci das jeder kennt: \u00bbSalvator Mundi\u00ab (dt. \u00bbErl\u00f6ser der Welt\u00ab) liegt die Sch\u00e4rfe auf seinen beiden H\u00e4nden. Das muss man sich mal vorstellen! Jesus Christus mit unscharfen Augen. Ich h\u00e4tte mich das nicht getraut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Apropos Sch\u00e4rfe:<\/strong> Objektive die vor 1969 hergestellt wurden, hatten alle eine viel schlechtere Sch\u00e4rfe wie heute. Das liegt teilweise an der groben Fertigung und besonders an der fehlenden Mehrschichtenverg\u00fctung der Linsen. Und da im wesentlichen nur 6 japanische Milliardenschwere Foto Industrien von unseren Geldern leben, muss wohl die Werbung mit jeder neuen Generation zum Austausch aller unserer Objektiven und Fotoapparaten animieren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und tats\u00e4chlich diskutieren Erwachsene Menschen stundenlang in entsprechenden Foren \u00fcber extreme Feinheiten und Nuancen an Sch\u00e4rfe bestimmter Objektive. Sehen tut das in fertigen Bildern niemand. Auch nicht den Sch\u00e4rfe Unterschied zwischen Festbrennweiten und Zoom Objektiven. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber diese massive Werbung \u00fcberzeugt uns Fotografen scheinbar dazu, die Sch\u00e4rfe als ein oder das wichtigste Bild Beurteilungs Kriterium zu \u00fcbernehmen. Als wie wenn ein scharfes Bild automatisch ein gutes Bild w\u00e4re. Ich kann es verstehen: Kunst ist schwer zu greifen. Bildaussage auch. Gef\u00fchl f\u00fcr die Komposition erst Recht. Also beurteilt man stattdessen objektive Kriterien: Sch\u00e4rfe, Kontrast, Drittel Regel, Farbkontrast, Goldener Schnitt, und andere unbedeutende Nebens\u00e4chlichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich lese gerade diesen Satz: &#8222;Zeigen Sie die Dinge scharf, wenn Sie meinen, dass sie scharf sein sollten. Scheuen Sie sich nicht, sie unscharf zu zeigen, solange dies einem bestimmten Zweck dient und den Kerngedanken <strong>kommuniziert<\/strong>, auf den es Ihnen ankommt.&#8220; Ted Forbes &#8211; Die Sprache der Fotografie &#8211; Der Meisterkurs zu \u00fcberzeugenden Bildern.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dummheit, Ignoranz, Faulheit?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das schl\u00e4gt dem Fass den Boden aus! Seit ich das Fotografieren ernsthafter betreibe und mich deshalb weiterbilde, lese ich gebetsm\u00fchlenhaft immer folgende Aussage: Bei Verwendung eines Teleobjektives, wird das Motiv verdichtet. Jeder, fast jeder, viele, die meisten Autoren, schreiben es so. Es wird sogar als ultimative Lehr-Weisheit bezeichnet, die nur den wahren K\u00f6nner auszeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also habe ich kleines Lichtlein alles geglaubt, was mir die Fotografen G\u00f6tter befehlen. Ich will ja auch in den Fotografen Himmel kommen. Bis heute. Ab heute ist alles ganz anders. Andreas Feininger h\u00f6chst pers\u00f6nlich schreibt: <strong>Das ist Falsch!<\/strong> Jeder kann sich selbst davon \u00fcberzeugen. Jeder kann 3 oder mehrere Aufnahmen machen, von der gleichen Stelle (Perspektive) und kann hinterher den Bildabschnitt so aus dem Bild beschneiden, dass immer der gleiche Ausschnitt im Bild zu sehen ist. Und jeder wird dann sofort erkennen, dass es KEINE Verdichtung durch das Teleobjektiv  gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier folgen 3 Bilder: Eins ist mit 200 mm aufgenommen. Eins mit 100 mm und eins mit 50 mm. Erkennt jemand den Unterschied? (Der werfe den ersten Stein!!) Die Reihenfolge der Bilder ist nicht: 200 mm, 100 mm, 50 mm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild 1:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"531\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/50.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5439\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/50.jpg 800w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/50-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/50-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">  Bild 2:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"532\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5441\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/200.jpg 800w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/200-300x200.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/200-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild 3:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"531\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/100.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5443\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/100.jpg 800w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/100-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/100-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild 4:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"441\" height=\"293\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/28.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5497\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/28.jpg 441w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/28-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 441px) 100vw, 441px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Bild wurde mit 28 mm aufgenommen und auch wie die anderen Bilder beschnitten. Nur hier ist es etwas auff\u00e4llig: Der Sensor meines Apparates ist nicht hochaufl\u00f6send genug, um die gleiche Bildgr\u00f6\u00dfe wie bei den anderen Bildern darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Irrt\u00fcmer gibt es noch? Was mache ich noch verkehrt? Kann ich \u00fcberhaupt noch jemanden vertrauen? Wie lange wird sich dieser Irrtum noch halten? Wie oft werde ich wohl in Zukunft diese L\u00fcgen noch weiter lesen?<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Augen auf!<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"585\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/verzerrt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5455\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/verzerrt.jpg 800w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/verzerrt-300x219.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/verzerrt-768x562.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einer der Beschleuniger der Kreativit\u00e4t ist angeblich die Beschr\u00e4nkung. Und da ich t\u00e4glich meine Kreativit\u00e4t steigern will, beschr\u00e4nke ich mich. Also bin ich gezwungen im alten, vertrauten, immer wieder etwas anders, neues, auff\u00e4lliges zu entdecken. Ich wei\u00df: Diese Aufnahme ist jetzt nicht der absolute H\u00f6hepunkt meiner Bilder. Soll es auch gar nicht sein. Aber: Ich weigere mich hartn\u00e4ckig, nach S\u00fcdamerika zu reisen und Aufnahmen von Lamas, Inkas, oder den Anden zu machen. Obwohl ich dadurch Schulterklopfen bekommen k\u00f6nnte. Bart Siebelink schreibt sinngem\u00e4\u00df: &#8222;Selbstbewusstsein und Selbstwertgef\u00fchl d\u00fcrfen nicht von der Best\u00e4tigung durch andere abh\u00e4ngen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich fahre auch nicht zum Nordpol und mache Bilder von Eisb\u00e4ren. Und Pinguine sind mir auch fremd. Mein Credo: &#8222;Jeder gute Fotograf zeigt sein K\u00f6nnen zuerst an heimischen Loisach Enten, bevor er Pinguine aufnimmt. Allein durch eine stundenlange Flugreise, wird man kein besserer Vogel Fotograf&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der wahre Grund ist: Ich mache mir nichts aus S\u00fcdamerika. Ich mache mir nichts aus den Inkas. Lamas langweilen mich und die Anden faszinieren mich jetzt auch nicht besonders. Also w\u00fcrden meine Reise-Bilder dies auch ausdr\u00fccken. Es kann gar nicht anders sein. <strong>Wie innen so au\u00dfen<\/strong>. Und mit oberfl\u00e4chlichen Bildern will\/werde ich niemand langweilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Annie Leibowitz wird erz\u00e4hlt, dass sie mit allen Personen die Sie fotografiert, tagelang zusammen ist, um sich ein Bild des Charakters zu machen. Sie bereitet sich also vor! Und innerlich bin ich felsenfest \u00fcberzeugt, das gilt auch f\u00fcr Landschaften oder Tiere. Ohne dass ich mich vorher intensiv mit S\u00fcdamerika, Lamas, Inkas, Anden besch\u00e4ftige, mache ich garantiert nur langweilige, bedeutungslose, Bilder. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMan sieht nur was man wei\u00df\u201c, lautet ein alter Reise-Spruch. Und ohne tiefergehende Besch\u00e4ftigung mit dem Land das ich bereise, sehe ich vor Ort nicht wirklich was Sache ist. Und damit meine ich nicht den \u00fcblichen Schund und Dreck, den uns der \u00d6RR immer pr\u00e4sentiert. Man kann auch positives berichten. Aber nur, wenn man es sieht\/wei\u00df. Und ein Bild mit Bedeutung \u00fcber die Lebensumst\u00e4nde der Inkas, kommt ohne Sonnenaufgang, blaue Stunde und auch ohne Gletscher aus. Nur kann man das kaum Publikumswirksam herzeigen. Diese Bilder w\u00e4ren nicht spektakul\u00e4r genug. Und alle Fotografen die ich kenne, wollen sich nicht wirklich mit den Lebensumst\u00e4nden der Inkas oder mit S\u00fcdamerika besch\u00e4ftigen. Das ist von keinem den ich kenne, der Sinn ihres Fotografen Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir fehlt in meinem Leben einfach die Zeit und das Interesse, um mich mit S\u00fcdamerika, Nordpol, S\u00fcdpol, Rocky Mountains, etc. zu besch\u00e4ftigen. Selbst f\u00fcr ganz Deutschland habe ich nicht gen\u00fcgend Zeit und Interesse. Und auch nicht f\u00fcr ganz Bayern. Und es ist weniger eine Frage des Interesses, sondern schlicht und einfach eine Frage der Zeit. So macht halt jeder was er will und f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Und ich bin mit Wolfratshausen und gelegentlich Venedig geistig voll ausgelastet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Ludwig seine Familie in Australien besucht, ist es authentisch, stimmig, perfekt. Dann  lernt er aus erster Hand das wahre Australien kennen. F\u00fcr mich, der dort keine Angeh\u00f6rigen hat, passt es aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aussage<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"584\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ausdruck.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5466\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ausdruck.jpg 600w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ausdruck-300x292.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Aussage ist scheinbar nicht nur an Fotos gebunden. Diese &#8222;Herzlich willkommen&#8220; Tafel h\u00e4ngt an einem Hauseingang in der N\u00e4he der Weidachm\u00fchle in Wolfratshausen. Was der &#8222;T\u00e4ter&#8220; wohl damit ausdr\u00fccken will? Ich vermute stark, es ist ein durch und durch positiv denkender, optimistischer, fr\u00f6hlicher, christlicher Mensch. Seine eindeutige Aussage: &#8222;Tritt ein, bring Gl\u00fcck herein&#8220;. Da m\u00f6chte man sicher gerne und spontan die T\u00fcr eintreten.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Noch ein Hauseingang<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"615\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/eingang2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5477\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch dieses Bild ist eine Aussage. Mitten in Wolfratshausen. Mitten im Geschehen. Die Decke eines Hauseingangs. Was mag wohl die Geschichte dieses Verfalls sein? Was steckt dahinter? Wer ist daf\u00fcr verantwortlich? Selbst die Lampe ist abmontiert. Da kann ja dem Besitzer kein Licht aufgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und die wichtigste Frage \u00fcberhaupt: Warum muss ich diese Bildaussage aussprechen? Was hat es mit mir zu tun. Warum ist es mir aufgefallen und warum habe ich es fotografiert? Und warum ver\u00f6ffentliche ich diesen Verfall?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bart Siebelink schreibt in seinem Buch: Kreativ sein als Naturfotograf: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Vorerst wird es mehr Suchen als Finden sein. Sie werden experimentieren und per Definition von den allgemeinen Standards abweichen. Sie m\u00fcssen also nicht mit der unmittelbaren Wertsch\u00e4tzung durch ein gro\u00dfes Publikum  rechnen. Das ist logisch, denn Sie entfernen sich vom Publikumsgeschmack.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Und denken Sie daran: Wenn Sie der Masse einen Schritt voraus sind, d\u00fcrfen Sie nicht mit allzu viel Beifall rechnen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Einer der wichtigsten Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Professionalit\u00e4t ist Ihre Kritikempfindlichkeit. Mit wachsendem (fotografischem) Selbstvertrauen lernt man, zunehmend konstruktiv damit umzugehen. Wo der Amateur sehr sensibel auf jede Art von Feedback reagieren kann, das kein Schulterklopfen ist, sieht der Profi darin eine Chance zur Weiterentwicklung.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Imagery<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/lichtblick.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5486\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/lichtblick.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/lichtblick-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/lichtblick-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oh, wie schwer! Dauert das noch lange ?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildsprache gekonnt einsetzen. Bilder mit eindeutiger Aussage. Bilder mit Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist das jetzt ein Bild welches Hoffnung, Mut, Optimismus ausdr\u00fcckt? In den Wolken ist zwar schon ein erster Lichtblick zu erkennen. Es wird w\u00e4rmer! Die Sonne kommt durch. Prof. Dr. med. J\u00f6rg Spitz behauptet, &#8222;Sonnen Verzicht ist genauso sch\u00e4dlich wie Rauchen&#8220;. Also sollte dieses Bild: W\u00e4rme, Gesundheit, Hoffnung ausdr\u00fccken. Wenn, ja wenn da nicht auch noch dunkle Wolken im Bild zu sehen w\u00e4ren. Meine ganze Hoffnung auf ein m\u00f6glichst vollst\u00e4ndiges Lexikon der Bildsprache liegt jetzt im M\u00fclleimer der entt\u00e4uschten Hoffnungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jede Kleinigkeit im Bild, bringt Ihre eigene charakteristische Bildsprache und Bild Aussage mit. Und als ob das nicht kompliziert genug w\u00e4re: Jeder Fotograf hat in seinem Kopf eine eigene Bildsprache. Und der Gipfel der Komplikationen: Jeder Betrachter hat auch seine eigene individuelle Bildsprache . Und jeder, der Bilder herzeigt, muss\/sollte sich an der Bildsprachen-Interpretation des Betrachters orientieren. So wie jeder der eine Rede h\u00e4lt, auch wissen muss, ob seine Zuh\u00f6rer Deutsch, Englisch oder japanisch verstehen.<br>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das tut sooo gut !<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/loi123455555.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5510\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/loi123455555.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/loi123455555-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/loi123455555-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, das tut gut. Dieses zu lesen. Ein Fotografen Bruder im Geiste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bart Siebelink schreibt in seinem Buch: Kreativ sein als Naturfotograf &#8211; &#8222;Die Reise ist wichtiger als das Ziel. Suchen ist wichtiger als Finden. \u00dcbung ist wichtiger als Leistung!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann spricht er meine innerste \u00dcberzeugung aus: &#8222;Was Sie sehen, ist weitgehend \u00bbvorprogrammiert\u00ab durch all die Fotos, die Sie irgendwo schon einmal gesehen haben, durch all das Bildmaterial, das Ihnen die Zeitschriften und nat\u00fcrlich die sozialen Medien auftischen.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Sie bei weitem nicht der Einzige sind, der so arbeitet, ist das Internet voll von Fotos mit Schneegl\u00f6ckchen im Januar, wei\u00dfen Landschaften im Februar, Buschwindr\u00f6schen, Haubentauchern und Moorfr\u00f6schen im M\u00e4rz, Hasengl\u00f6ckchen im Hallerbos im April, Uferschnepfen im Mai, Orchideen im Juni, Libellen und Schmetterlingen im Juli, violettem Heidekraut im August, Rothirschen, Sonnenharfen und Spinnweben im September, Pilzen im Oktober, Herbstfarben im November und Winterlandschaften im Dezember.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb habe ich heute spontan meine Mitgliedschaft in https:\/\/www.fotocommunity.de\/ gek\u00fcndigt. Zu viel Kitsch, viel zu viel Klischees.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ja, es ist schwer, Bilder au\u00dferhalb des Mainstreams zu machen, zu finden, zu ver\u00f6ffentlichen. Und wenn diese Bilder auch noch einen Sinn, eine Bedeutung, eine Tiefe haben sollen, und nicht nur &#8222;malerisch&#8220; sein sollen, ist die Motivsuche eher eine langwierige t\u00e4gliche Psycho Analyse: &#8222;Wer bin ich, was will ich zeigen und warum&#8220;, als eine fotografische Herausforderung. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wohnen in Wolfratshausen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"437\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wohnen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5525\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8212;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"522\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wohnen2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5526\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wohnen2.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wohnen2-300x174.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wohnen2-768x445.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist schon verdammt vielf\u00e4ltig, wie sich die Menschen hier in Wolfratshausen Ihre Unterkunft einrichten. Die einen wollen\/m\u00fcssen einen Naturvorhang z\u00fcchten, weil sie sich keine Gardinen leisten k\u00f6nnen, und die anderen stellen einfach \u00fcber Tag die Waschmaschine raus, um mehr Platz im Wohnzimmer zu haben. Und mit all dem Laub auf dem Dach, ist auch eine biologische, effektive, kostenlose W\u00e4rme-Isolierung sicher gestellt. In der obigen Gardinen  Unterkunft soll angeblich Rainer Maria Rilke (gro\u00dfer deutscher Lyriker) gelebt haben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wikipedia schreibt zu Lyrik: &#8222;Lyrische Texte unterscheiden sich von epischen und dramatischen vor allem durch ihr meist geringes Textvolumen, ihre komprimierte und konturierte Textgestalt, ihre sprachliche Form, ihre semantische Dichte (Ausdruckskraft) und sprachliche \u00d6konomie (Pr\u00e4gnanz) und eine subjektive Auffassung ihrer Gegenst\u00e4nde.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles klar ? Wenn meine Bilder auch so eindeutig, so klar, so einfach und intuitiv zu verstehen w\u00e4ren, wie dieser Wikipedia Text, nenne ich mich ab sofort: Foto-Lyriker.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Telefonnummer<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/dez346.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5557\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/dez346.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/dez346-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/dez346-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hat jemand zuf\u00e4llig die Telefonnummer von Annie Leibovitz? Ich muss sie dringend anrufen. Und aufkl\u00e4ren. In \u00fcber 100 Fotolehrb\u00fcchern steht unisono geschrieben: &#8222;Unterm Knie &#8211; schneide nie!&#8220; Und erst recht nicht durch H\u00e4nde, F\u00fc\u00dfe, etc. Das macht allein schon beim Betrachten der Bilder, extreme Schmerzen. So wie es den Portr\u00e4tierten extreme Schmerzen machen w\u00fcrde, wenn man ihre Extremit\u00e4ten abschneidet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich muss sie anrufen und Ihr diese wichtigste Fotoregel erkl\u00e4ren. Denn sie macht dies in soooo vielen Fotos immer und immer wieder falsch. Wie bekannt und wie ber\u00fchmt k\u00f6nnte sie erst sein, wenn Sie sich endlich an die Regeln h\u00e4lt !!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellvertretend diese Passage aus einem exzellenten Lehrbuch: &#8222;Man soll nie an Gelenken schneiden. Das hei\u00dft: nicht am Knie, nicht an den Handgelenken und nicht am Ellenbogen. Der Hals ist das Gelenk des Kopfes. Seien wir keine Halsabschneider.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">oder: &#8222;Es gibt Fotos die zum Niederknien gut sind, aber in manchen Aufnahmen den Modellen die Unterschenkel  amputieren, und frage mich immer, wieso. &#8222;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke, es ist jetzt endlich Zeit, Ihr das zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zweckgebunden<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"398\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/bauuum.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5564\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/bauuum.jpg 398w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/bauuum-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kein Musiker wird einfach nur so zum Spa\u00df, bestimmte Instrumente einsetzen. Jedes Instrument hat seine spezifischen Klang (Aussage, Zweck). So gilt (Ludwig hat es best\u00e4tigt) der Klang der Bratsche als: dunkel, klagend, \u201eweinend\u201c. Und in der Columbo- Folge &nbsp;\u201e\u00c9tude in Schwarz\u201c sagt der B\u00f6sewicht, der einen Dirigenten spielt: <strong>\u201eNichts weint so sehr wie eine Bratsche.\u201c<\/strong> Nur deshalb wird von Komponisten eine Bratsche eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ich glaube (Gauben hei\u00dft nicht wissen), das sollte auch f\u00fcr Fotografen gelten. Wir setzen unsere Gestaltungsmittel: Objektive, Licht, Wetter, etc. nicht willk\u00fcrlich ein. Sie sind NICHT Selbstzweck. Wir gehen nicht raus, nur weil Nebel ist. Kein Komponist setzt willk\u00fcrlich ein Schlagzeug, eine Trompete, das Saxophon, das Klavier, das Tempo eines St\u00fcckes ein. Nur wenn es hilft beim Umsetzen seiner Idee. Wir Fotografen kennen zuerst unsere innere Intention. Und wenn dazu Nebel optimal geeignet ist, dies im Bild auszudr\u00fccken, nutzen wir ihn. Sonst nicht. Kein Fotograf macht einfach so Nebelbilder. Knipser schon. Und alle, denen nur besonderes Licht im Bild wichtig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genauso verh\u00e4lt es sich mit:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Tele, Normalobjektiv, Weitwinkel.<\/li>\n\n\n\n<li>Sch\u00e4rfe, Unsch\u00e4rfe. High Key und Low Key.<\/li>\n\n\n\n<li>Licht: Hell, dunkel, Mittags-, Morgen- oder Abendlicht. Blaue Stunde.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcber- Unterbelichtung.<\/li>\n\n\n\n<li>Wetter: Warm, hei\u00df, kalt, Frost, Regen, Gewitter, etc.<\/li>\n\n\n\n<li>Rauschen, nicht rauschen. <\/li>\n\n\n\n<li>Das Format: 3 x 2, 16 x 9, Quadrat, etc.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Kontext: Ein Bild am Handy, am Monitor, als 15 x 10 Ausdruck, DIN-A4 Ausdruck, Poster, etc.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All das muss zur Bild-Idee, Bild-Aussage des Fotografen passen. Es ist NICHTS zuf\u00e4llig. Alles ist durchdacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Und ganz ehrlich: Das \u00fcberfordert mich zur Zeit total.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einziges Wort und alles liegt bei mir in Tr\u00fcmmern: So \u00fcberzeugend, so stark, so treffend, so umwerfend. Seit dieses Wort in meinem Geiste sein Unwesen treibt, wie ein Feuer das alles verbrennt, wie eine Flut, die alles mit sich reist, wie gro\u00dfe Hitze in der alles verdorrt, wie strenger Frost der alles zu Eis erstarrt, kann\/will ich nicht mehr fotografieren. Nicht mehr knipsen, keine Licht- Bilder mehr machen. Und zum tausendsten Mal: Fotografieren war so einfach, als ich nichts davon verstanden habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das entscheidende Wort von Andreas Feininger:  \u201eVisuelles Geschw\u00e4tz\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Volltreffer. Ein Schw\u00e4tzer will ich nicht sein. Dann lieber ein Schweiger. Unsere Welt ist eh zu laut.<br>Jetzt fange ich wieder bei null an:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was will ich aussagen?<\/li>\n\n\n\n<li>Was ist meine Idee?<\/li>\n\n\n\n<li>Was ist meine Vision?<\/li>\n\n\n\n<li>Was will ich bewirken?<\/li>\n\n\n\n<li>Was ist meine visuelle Kommunikation?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Bedeutung hat mein Bild?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich wei\u00df, dass ich diese Antworten h\u00f6chst individuell beantworten muss\/will. Niemand kann\/soll mir dabei helfen. Und ich gebe diese Antworten gerne. Aber diese entscheidenden Fragen h\u00e4tte mich viel fr\u00fcher schon jemand fragen <strong>m\u00fcssen<\/strong>. Bei jedem Bild die kurze einfache Frage. Was willst Du damit aussagen? Das h\u00e4tte mich schon viel fr\u00fcher zur Reflexion, zum Nachdenken gebracht. Vor allem schon im Vorfeld. Wenn ich vor dem Zeigen jedes Bildes wei\u00df, ich werde gefragt: Bernd, was willst Du uns mit diesem Bild sagen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Zeit geistert bei mir nur diese eine Sinn-Frage im Kopf rum. Und scheinbar habe ich einen kleinen Kopf. Denn f\u00fcr andere Ideen und Fragen ist kein Platz mehr.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mainstream: Nein Danke!<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/tuer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5581\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/tuer.jpg 600w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/tuer-300x300.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/tuer-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Thema Bildsprache kann ich nur sagen: Auch wenn ich noch nicht wei\u00df wie das geht, auch wenn ich noch auf der Suche bin, auch wenn es noch ganz neu f\u00fcr mich ist, so wei\u00df ich doch, dass ich nicht mit dem Mainstream mit<br>schwimmen werde. Ich werde nicht am gottlosen Balgen um ein paar Kr\u00fcmel Anerkennung, Schulterklopfen mit machen. Die P\u00e4dagogen sagen: Lob und Tadel sind Erziehungstechniken. Tadel, das ist offensichtlich, will wohl jeder vermeiden und Lob so sagen sie alle, macht s\u00fcchtig nach noch mehr Lob. Und das manipuliert das Verhalten, die Bildersuche, das <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bill Gates<\/strong> hat damals auch nicht mitgemacht im Gro\u00dfcomputer Mainstream und hat stattdessen den pers\u00f6nlichen Computer favorisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Steve Jobs<\/strong> hat auch nicht einfach nur die ist vorhandenen Telefone ein bisschen ver\u00e4ndert, ein bisschen verbessert. Er hat auch nicht an dem gottlosen Balgen um ein paar Kr\u00fcmel vom Telefon-Markt-Kuchen teilgenommen sondern der hat einen ganzen neuen Kuchen erschaffen: Das Smartphone.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und alle gro\u00dfen Fotografen vor uns, hatten meist ein gesamtes Fotografen Lebenswerk im Sinn, als Ziel, als Vision und h\u00e4tten nie und nimmer einem kleinen lokalen Bilder Verein, Ihre Bilder zum Fra\u00df vorgeworfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und selbstverst\u00e4ndlich wei\u00df ich, das ich kein Bill Gates bin, kein Steve Jobs, kein Ansel Adams, keine Annie Leibovitz. Aber Ihr Verhalten nehme ich mir als Vorbild. Warum nicht? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es steht geschrieben: &#8222;Wer jemand ist, erkennt man an seinen Zielen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ansel Adams: <strong>&#8222;Es ist einfach, eine Fotografie zu erstellen. Aber ein Meisterwerk zu erschaffen ist mit&nbsp;der Fotografie schwerer als mit&nbsp;andernen Kunst-Formen.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ungern<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegl12121.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5600\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegl12121.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegl12121-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegl12121-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich mag ich keine abstrakten Bilder. Aber die Not hat mich dazu gezwungen. Der Herzogstand war zu einfach, zu nichts sagend, schon 1.000.000-mal geknipst. Also blieb mir nur \u00fcbrig: Kein Bild zu machen. Oder zur Not das bizarre Spiegelbild im Walchensee. H\u00e4tte ich doch lieber den Fotoapparat ausgelassen!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2Kampf &#8211; 3Kampf &#8211; 10Kampf<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wasistdas.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5613\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wasistdas.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wasistdas-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wasistdas-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innerlich k\u00e4mpfen die beiden geistig miteinander: Meine Leidenschaft f\u00fcrs Fotografieren und mein hoher Anspruch auch das richtige, das gute, das aussagekr\u00e4ftige Thema zu fotografieren. Ein permanenter Zweikampf im Kopf. Der l\u00e4hmt, lenkt ab, st\u00f6rt meine Konzentration. Und ich habe keine Ahnung wer am Ende siegt. W\u00e4hrend meinen t\u00e4glichen Streifz\u00fcgen durch Wolfratshausen falle ich immer wieder, und viel zu leicht und viel zu oft in die alte Verhaltensmuster zur\u00fcck. Sch\u00f6nes Licht: Klick. Buntes Motiv: klick. Nebel: Klick. Die Alpen im Abendrot: Klick. usw.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4testens abends bei der Sichtung der Auslese die regelm\u00e4\u00dfige Entt\u00e4uschung: schon wieder meist bedeutungslose Bilder. Schon wieder versagt. Schon wieder die eigene Messlatte nicht \u00fcbersprungen. Schon wieder visuelles Geschw\u00e4tz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich will definitiv weg vom Knipsen und auch vom (Licht-)Bilder machen. Bilder die einfach so, nur wegen einem besonderen Licht gemacht werden. Und sonst keine Tiefe, Sinn, Bedeutung haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und oft mischt sich in den geistigen Zweikampf zwischen Leidenschaft und Anspruch auch noch die Verzweiflung ein, und macht aus dem Zweikampf einen Dreikampf. Und alle gegen die Leidenschaft. Nur gut, dass diese gro\u00df, stark, ausdauernd genug ist um diesen Dreikampf zu gewinnen. Und wenn ich mal nicht achtsam bin auf meine Gedanken, mischen sich sofort weitere K\u00e4mpfer ein: Ohnmacht, Ratlosigkeit, Resignation, Verzweiflung, etc.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sebasti\u00e3o Salgado schreibt dass er nur ein Prozent seiner Zeit fotografiert. 99% seiner Zeit besch\u00e4ftigt er sich mit Vorbereitung mit Planung mit \u00dcberlegen. Das gilt als Weisheit f\u00fcr alle Unternehmungen. So lese ich gerade: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Genaues Zielen ist wichtiger als die Gr\u00f6\u00dfe der Kr\u00e4fte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Scheinbar gilt das auch f\u00fcrs Fotografieren. Nicht einfach rausgehen und mich treiben lassen, sondern raus mit einem klaren Ziel, Vorhaben. Muss es denn so ernst sein? Ich will doch nur spielen. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf den Kopf gestellt<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"399\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5632\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi.jpg 399w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spi-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bart Siebelink berichtet in seinem Buch, dass der deutsche Maler: <strong>Georg Baselitz<\/strong> seine Bilder auf den Kopf gestellt malt. Das sei sozusagen sein Markenzeichen. Und ich dachte. Nichts leichter wie das. Allerdings wollte ich ein normales Bild nicht einfach hinterher in der Nachbearbeitung vertikal spiegeln. Denn wer in Wolfratshausen wohnt und fotografiert, der hat eine Gehilfin f\u00fcr Spiegelbilder. Die Loisach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Grund f\u00fcr auf den Kopf gestellten Bilder sei, wenn ich das richtig verstanden habe: Unser Auge, bzw. unser Gehirn ist seit Milliarden Jahren darauf trainiert, Objekte in der Realit\u00e4t zu erkennen: Hund, Katze, Wolf, B\u00e4r, M\u00fclleimer, ein parkendes Auto, ein Eis, eine Pizza, und noch vieles mehr. Gleichzeitig l\u00e4uft im Gehirn eine Bewertung ab: Freund oder Feind, Angst oder Ruhe, Gefahr oder Langeweile, Kampf oder Flucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und alles was uns bekannt, vertraut vorkommt, verliert unbewusst nach einer tausendstel Sekunden unser Interesse, unsere besondere Aufmerksamkeit, und wir wenden uns anderen, neuen Bildern zu. Am Handy wischen wir weiter und im Bilderbuch bl\u00e4ttern wir um. Und das wollen viele Fotografen nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist aber ein Bild auf den Kopf gestellt, und wir erkennen das Motiv nicht sofort, verweilt unser Auge l\u00e4ngere Zeit bei diesem Bild. Es wird deshalb interessant. Wir erfassen nicht sofort und intuitiv, was es ist. Wir beachten daf\u00fcr st\u00e4rker die reine Form und Farbe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Georg Baselitz meint, dass der Betrachter seiner Kopf Bilder sich so die ungewohnte visuelle Form unbefangen betrachte, ohne dass sie von dem Sujet abgelenkt werden und in der Kunst-Ausstellung einfach weitergehen zum n\u00e4chsten Bild.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> Das passt dann zu folgender Aussage: Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man l\u00e4nger als eine Sekunde schaut. <em>\u2013 Henri Cartier-Bresson<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vor 2 Jahren &#8211; Achtung Eigenlob<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"609\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5646\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/2.jpg 800w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/2-300x228.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/2-768x585.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor 2 Jahren las ich diese S\u00e4tze: &#8222;Sie werden lernen, wie Sie ausdrucksstarke Fotos machen und dabei Zugang zu Ihrer eigenen Kreativit\u00e4t finden. So werden Sie am Ende Sch\u00f6pfer \u2013 und nicht nur ein Konsument \u2013 von Inhalten. Viele Menschen empfinden es als befreiend zu lernen, mit der Kamera zu sehen \u2013 ganz unabh\u00e4ngig davon, wie viel technisches Geschick oder was f\u00fcr eine Kamera sie haben. &#8222;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und: &#8222;Du bist hier. Damit Dein Leben bl\u00fcht und Deine Pers\u00f6nlichkeit. Damit das m\u00e4chtige Spiel weitergeht und du <strong>deinen Vers<\/strong> dazu beitragen kannst.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damals dachte ich noch beim Lesen, ich bin im falschen Film. Ich will doch nur fotografieren lernen. ISO, Zeit, Blende, Hyperfokale Distanz, Low und High-Key, SW, Blitz und all der andere technische Kram. Objektive, Megapixel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eisern hielt ich durch, und siehe da: Das Lesen und das t\u00e4gliche Fotografieren und vor allem das abendliche Reflektieren (Ich schreibe also bin ich) hat mich ver\u00e4ndert. Meine Vorstellung vom Fotografieren, vom Leben, was ist wichtig, was nicht, was will ich, wohin geht die Reise, wozu dient das Medium Fotografie, wie ist\/war der Zugang der anderen, als gro\u00dfe Meister deklarierten Vorbilder? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und siehe da: Nie ging es Ihnen um Lob. Nie ging es Ihnen um ein einzelnes sch\u00f6nes Bild. Nie ging es um Anerkennung, Schulterklopfen, Best\u00e4tigung von au\u00dfen. Immer ging und geht es um die innere Kreativit\u00e4t. Um Kontakt\/Suche mit dem eigenen ICH. Immer um ein fotografisches Lebenswerk. Einen inneren Drang sich auszudr\u00fccken. Eine Vision. Alle Bilder hatten einen bestimmten individuellen Zweck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenig von meiner alten Bilder-Vorstellung ist geblieben. Vieles hat sich total ge\u00e4ndert. Ge\u00e4ndert ist neutral ausgedr\u00fcckt. Ich bin aber fest \u00fcberzeugt vieles hat sich verbessert. Und dieses Wort ist eine Bewertung. Soll es auch sein. Und ich bin noch immer auf der Reise. Und immer mehr der \u00dcberzeugung: So wird es \u201eGott sei Dank\u201c mein ganzes Leben auch bleiben. Der letzte Satz im Buch von Bart Siebelink lautet: <strong>\u00bbAbl\u00e4ufe sind wichtiger als Ergebnisse: Spitzenfotos sind Beifang.\u00ab<\/strong> Dies ist quasi sein Verm\u00e4chtnis an seine Leser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbBei der Fotografie geht es nicht um die Fotografie. Bei der Fotografie geht es um alles andere.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Vertrauen Sie Ihrer Intuition. Sie werden sich wundern, wohin sie Sie f\u00fchren wird!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wichtig ist dabei, dass Sie die Vision bewusst und mit Leidenschaft verfolgen und darauf achten, dass es nur Ihre eigene ist, und niemandes sonst.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Entdecke deine eigene Bildsprache, entwickle Achtsamkeit und lass dich von der Fotografie zu kreativem Wachstum inspirieren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche S\u00e4tze habe ich massenhaft gelesen und nicht verstanden. Immer ging es den Autoren darum, den Leser aufmerksam zu machen, dass Sch\u00e4rfe nicht alles ist. Perfekte Belichtung auch nicht. Das Malerische auch nicht. Und immer mehr verstand ich den Satz von Ansel Adams: &#8222;Es gibt nichts Schlimmeres als ein brillantes Bild eines schlechten Konzepts.<em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer mehr verstand ich, dass ich auf einer ewigen Reise bin. Und immer weiter entfernte ich mich vom sicheren Ufer. Immer mehr verschwand der gewohnte Horizont, das rettende Ufer. Aber meine Leidenschaft  war die innere Triebfeder, die mich immer weiter getrieben hat. Und so treibe ich hier mitten im Meer. Manches Mal m\u00f6chte ich schon SOS funken und hoffen, dass mich jemand errettet. Oder aufweckt und ich merke es war nur ein Traum. Andererseits bin ich froh \u00fcber diese endlose Entwicklung, die wir Leben nennen. Die steht jedem S\u00e4ugling bevor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich war mal gelegentlich als Freiberufler beim Vater Staat. Voller Stolz wurde ich dort von einem Beamten begr\u00fc\u00dft mit dem Satz: &#8222;Am 22. August 2032 darf ich Rente gehen. Das sitze ich leicht auf dem linken Backen ab.&#8220; Damals und heute habe ich diesen Stolz nicht verstanden. Ein ganzes Arbeits Leben fest angebunden. Keine Reise ins Ungewisse. Keine Spannung im Leben. Kein Nervenkitzel. Daf\u00fcr die Sicherheit: Langeweile, t\u00e4gliche Routine, nur keine Kreativit\u00e4t, kein Risiko, auch nicht ein kleines. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">26.400 Stunden Lebenszeit<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/sb.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5675\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/sb.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/sb-300x200.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/sb-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier f\u00e4hrt ein langes St\u00fcck meines Lebens. 40 Jahre t\u00e4glich mit der S-Bahn morgens nach M\u00fcnchen und abends wieder zur\u00fcck. T\u00e4glich zwei mal 90 Minuten. Das sind 3 Stunden pro Tag. Mal 220 Arbeitstage mal 40 Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">26.400 Stunden. Wahnsinn! Ganz sch\u00f6n viel Zeit! Kein Wunder, dass die S-Bahn, immer wenn ich sie t\u00e4glich mehrmals sehe, f\u00fcr ein spontanes Foto gut ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nochmals w\u00fcrde ich das nicht mehr machen. Aber hinterher ist man immer schlauer! Das einzig gute daran war, dass ich in dieser Zeit wahnsinnig viel lesen konnte.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bedeutungsloses Lichtbild<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/morgen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5684\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/morgen.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/morgen-300x200.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/morgen-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile kann ich verstehen warum so viele Fotografen sich davor dr\u00fccken Bilder mit Aussage, mit Bedeutung, mit Tiefe zu erstellen. Ich merke es ja an mir selbst: Es ist so einfach besondere Lichter abzufotografieren wie heute Morgen der Bergwald in Wolfratshausen im roten Licht der Morgensonne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und es ist zumindest f\u00fcr mich so schwer einem Bild eine Aussage mitzugeben. Eine Aussage die jeder sofort nur durch das Betrachten des Bildes versteht. Ein Bild ohne viele Worte. Ich kann es leider nicht. Ich vermute, ich wei\u00df es nat\u00fcrlich nicht, dass es anderen Fotografen genau so geht.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auferstehung<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"456\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spil.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5692\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor ca. 15 Jahren kursierte ein 30 Minuten Video im Internet in dem behautet wurde, dass die Menschheit weltweit die Wintersonnwende viel viel intensiver feiert, als die Sommer Sonnwende. Diese Zeit der Wintersonnwende ist jetzt. Genau gesagt \u00fcbermorgen. Als Begr\u00fcndung wurde im Video dies angegeben:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als die Menschen noch nicht wussten, warum die Tage immer k\u00fcrzer werden, warum die N\u00e4chte immer l\u00e4nger, hatten Sie Angst, die Temperaturen w\u00fcrden auch immer weiter zur\u00fcckgehen. Keine \u00fcppige Ernte mehr in Sicht. Nur die Hoffnung, dass es so nicht weitergehen soll. Das w\u00e4re sonst das Ende der gesamten Menschheit. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umso freudiger wurde die Tatsache gefeiert, dass irgendwann um diese &#8222;Ende Dezember Zeit&#8220;, die Sonne wieder aufersteht. Die Messmethode der damalige Zeit in der damaligen Hochkultur war schon so genau, dass 3 Tage nach dem 21. Dezember, die Gelehrten die frohe Botschaft verk\u00fcndigten: Die Sonne ist wieder auferstanden. Die Tage werden wieder l\u00e4nger, wieder w\u00e4rmer, das \u00dcberleben ist gesichert. <br>Nur den Schlachtruf: &#8222;Ozapft is&#8220; soll es damals noch nicht gegeben haben.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kitsch und Klischee<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5706\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v1-300x200.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v1-768x512.jpg 768w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/v1-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als ich einige Foto Versuche mit Facebook gemacht habe. Und ich denke mit Schrecken, Schaudern und Abscheu daran zur\u00fcck. Die \u00fcbelsten Fotos bekamen die meisten Likes. Hauptsache Bunt. Hauptsache Kitsch. Hauptsache Klischee. Das garantierte die volle Punktzahl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Woche gab es zweimal ein ganz besonderes Licht, das sich nicht im Voraus planen l\u00e4sst. Die tiefe rote Morgensonne scheint f\u00fcr etwa eine Minute durch eine weit entfernte Wolkenl\u00fccke (beim Chiemsee oder sogar Salzburg) so von unten auf die Wolken \u00fcber Wolfratshausen, dass diese rosarot, zart rot am ansonsten hellblauen Morgenhimmel leuchten oder besser gesagt: brennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweimal war ich mitten in Wolfratshausen und hatte keine Gelegenheit f\u00fcr ein passendes Foto. Zu viele Lampen, Masten, H\u00e4user waren im Vordergrund. Das h\u00e4lt aber viele Handy Fotografen nicht davon ab, dieses besondere Licht mit dem Handy irgendwie aufzunehmen und sofort ins Internet zu stellen. Ich habe es mir diese Schnappsch\u00fcsse auf Facebook nicht angeschaut. Warum auch?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das liegt mir grunds\u00e4tzlich auf meinem Foto Gewissen: Alle Bilder, aller 135 Fotolehrb\u00fccher, sind so seltsam, so eigenartig, dass ich mir 100% sicher bin, dass diese Bilder in der Wolfratshauser Facebook Gruppe KEINE oder fast KEINE Likes bekommen. Selbst der Fotoclub Wolfratshausen, das bin ich mir sicher, wird keines dieser Lehrbilder in den internen Wettk\u00e4mpfen positiv bewerten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer hat jetzt recht? Der Massengeschmack oder die wenigen Foto-K\u00f6nner? F\u00fcr welches Publikum\/Zuschauer soll ich meine Fotos machen? Soll ich mich f\u00fcr jedes Foto sch\u00e4men, weil es nicht meiner Art, meinem Anspruch, meinem K\u00f6nnen entspricht, und ich mich nur wegen Likes prostituiere, oder mache ich Fotos mit bestem Wissen und Gewissen und bleibe mir treu?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spiegelbilder<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"309\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nebekl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5722\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nebekl.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nebekl-300x103.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/nebekl-768x264.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nebel, Hochnebel, K\u00e4lte, Tr\u00fcbsinn, Vitamin D3 Mangel, Depressionsgefahr. Also nichts wie weg. Auf zum Walchensee. Auf in die Sonne, Licht, Gesundheit. Und siehe da &#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"484\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wasee.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5723\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wasee.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wasee-300x161.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wasee-768x413.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was passiert, wenn ein Wolfratshauser Fotografierer zum Walchensee f\u00e4hrt? Er sieht Spiegelbilder. \u00dcberall nur Spiegel. Wie einf\u00e4ltig, eingeschr\u00e4nkt kann man denn sein?<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Seltene Momente<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/hk.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5730\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/hk.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/hk-300x200.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/hk-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gelegentlich, aus Mangel an neuen B\u00fcchern, lese ich die alten nochmals durch. Die meisten Tage haben bei mir einen festen Ablauf. Und so geh\u00f6rt das abendliche Lesen, Besinnen, Betrachten der Bilder des Tages, die Besten aussuchen, bei Musik, einfach dazu. Auch wenn ich mich innerlich stark dagegen wehre. Ich will unter keinen Umst\u00e4nden durchschaubar sein. Ich will unbedingt bis ins h\u00f6chste Alter flexibel bleiben. Innen und au\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So lese ich heute mal wieder diese Frage: &#8222;Wird, wenn Sie ein Foto machen, nur Ihr Auge angeregt? Falls ja, machen Sie wahrscheinlich Bilder, die sich auf eine oberfl\u00e4chliche Anziehung beschr\u00e4nken und keine tiefere Bedeutung haben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ist es wieder: Das Wort Bedeutung. Im Gegenteil zu oberfl\u00e4chlich. Und es ist bewertend gemeint. Leider gilt f\u00fcr mich dieser zweite Satz viel zu selten: &#8222;Sie m\u00fcssen gleichzeitig nach innen und nach au\u00dfen sehen und sich der \u00e4u\u00dferen Bedingungen und Ihrer inneren Reaktionen auf das Gesehene bewusst werden.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im ganzen Foto Jahr 2025 hatte ich noch nicht mal eine Handvoll Motive, die mich innerlich spontan auf unbewusster Ebene angesprochen haben. Bilder die mich beim Blick durch den Sucher f\u00f6rmlich elektrisiert haben. Eine extrem tiefe Resonanz in mir erzeugt haben. Bilder mit pers\u00f6nlicher Bedeutung, bei denen ich sofort wusste, warum sie mich ansprechen. Auch wenn diese psychologische Selbsterkenntnis nicht immer angenehm war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Gegenlicht Aufnahme am Walchensee hat mich nur optisch angesprochen. Nach vielen Tagen des Nebels war das Sonnenlicht als Gegenlicht sooo verlockend, dass ich klick gemacht habe.  Es hat f\u00fcr mich, wie soooo viele andere Bilder KEINE Bedeutung. Ein reines Licht-Bild. Mehr leider nicht. Aber David Ulrich gibt das selbst vor: Spielen, mit Licht. Erkennen des Lichts. Malen mit Licht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wohl das Foto Jahr 2026 wird?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beiden Zitate sind aus dem Buch von David Ulrich: ZEN &#8211; Der Weg des Fotografen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hier und Jetzt<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"522\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Dreck.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5748\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Dreck.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Dreck-300x174.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Dreck-768x445.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich ist es uns allen klar. Ich kann NICHT das Wolfratshausen von gestern, vor einem Jahr, vor 100 Jahren fotografieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich kann auch nicht das Wolfratshausen von morgen, in einem Jahr oder in hundert Jahren fotografieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich kann, w\u00e4hrend ich heute um 12 Uhr durch die Stadt ziehe, auch NICHT das Wolfratshausen von heute Morgen um 6Uhr fotografieren auch NICHT das Wolfratshausen von heute Abend um 18 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und obwohl der Ausdruck f\u00fcr mich sehr nach Esoterik klingt: Ich kann nur im JETZT meine Bilder machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich kann, w\u00e4hrend ich durch Wolfratshausen ziehe auch keine Bilder von Venedig, vom Nordpol, vom Kochelsee, von Gelting machen. Ich kann nur die Bilder von Hier machen. Oder nicht, wenn ich zuhause bleibe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und damit bin ich \u00fcber 5 S\u00e4tze Umwege beim eigentlichen Ausdruck: Fotografiern geht nur im <strong>Hier und Jetzt.<\/strong> Ob ich will oder nicht. Und damit schule ich meine Achtsamkeit auf den Augenblick. Nur hier in Wolfratshausen und nur jetzt um die Mittagszeit sehe, erkenne, bemerke ich die Motive. Je konzentrierter (achtsamer) ich bei der Sache bin, je aussagest\u00e4rker sind die Bilder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und woher kommt diese Erkenntnis. Aus dem Buch von David Ulrich: ZEN \u2013 Der Weg des Fotografen. Komisch ist nur die Tatsache, dass mir das erst beim dritten Lese-Durchgang so bemerkenswert auff\u00e4llt. Er verspicht durch Achtsamkeit und meditative Lebensweise wahre Wunderdinge im Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So schreibt er: \u201eDas ist der beste Ratschlag, den ich kenne, um den Geist zu beruhigen und die Emotionen ruhen zu lassen: Zeuge sein und warten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und als braver Sch\u00fcler mache ich nat\u00fcrlich was er von mir fordert: Ich setze mich oftmals auf das erst beste Bankerl und warte. Bis ich diesen Winter-Salz-Stra\u00dfen-Dreck am Auto bemerke. Dann mache ich mein Bild und ziehe achtsam weiter.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Depressionen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/bergwald.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5757\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/bergwald.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/bergwald-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/bergwald-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der November hat zu Unrecht das schlechteste Jahres-Wetter Image: Tr\u00fcb, grau, neblig, dunkel, kalt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch in aller Regel ist er nicht so schlecht wie sein Ruf. Das holt dann der Dezember reichlich nach. Nur hier f\u00e4llt es uns nicht so auf. Die Kerzen brennen, die Lichter an den H\u00e4usern auch. Und die Stadtmitte ist weihnachtlich geschm\u00fcckt. Bei all diesem Lichterglanz bemerken oftmals nicht das wochenlange tr\u00fcbe depressive Hochnebel Wetter. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gut dass es den Walchensee gibt. Eine kurze Autofahrt und als Belohnung: Sonne pur, blauer Himmel, Schnee auf den Bergen. Und wenn es stimmt: Sonnenverzicht ist genauso schlecht wie Rauchen, tut es auch dem K\u00f6rper gut. Wandern in der Sonne mit Freude im Herzen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Walchensee<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"311\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5766\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa3.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa3-300x104.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa3-768x265.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"316\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5767\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa2.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa2-300x105.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa2-768x270.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"268\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5769\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa1.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa1-300x89.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/wa1-768x229.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2026 f\u00e4ngt mein viertes Fotografen Lehrjahr an. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gef\u00fchlt ist es mein erstes Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles beginnt von vorn. Alles ist neu. Knipsen kann ich. Lichtbilder (wie die 3 von heute) machen kann ich auch. Doch das gen\u00fcgt mir nicht. Bei weitem nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schade um die verlorene Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schade um das sinnlose rumknipsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schade um die falsche Orientierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">180 Grad Wendung: Durch unsere Augen sehen wir vor allem die Umwelt. Da drau\u00dfen ist ein Auto, ein Baum, ein Berg, ein Pinguin, das Morgenrot, unsere Mitmenschen, die (Vor-)Bilder anderer Fotografen, die Meisterwerke l\u00e4ngst verstorbener Fotografen, usw. Und doch ist f\u00fcr anspruchsvolle Fotografen eine 180 Gard Wendung n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wir durch unsere Augen leider nicht sehen ist unser selbst. Unsere Sichtweise der Dinge da drau\u00dfen. Wir sehen die Welt nicht wie sie ist, sondern wie wir sie wahrnehmen. Gefiltert durch unsere Biografie. Selbsterkenntnis ist Voraussetzung f\u00fcr die eigene k\u00fcnstlerische Stimme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Das eine Auge des Fotografen schaut weit ge\u00f6ffnet durch den Sucher, das andere, das geschlossene, blickt in die eigene Seele.&#8220; Henri Cartier-Bresson<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und jetzt geht das Jammern wieder los: Leider hat mich niemand darauf aufmerksam gemacht. Leider hat mich nie jemand aufgefordert meine individuelle Sicht der Welt mit meinen Bilder auszudr\u00fccken. Leider hat mich nie jemand aufgefordert: <strong>Erkenne Dich selbst und dann Sei Du selbst. <\/strong>Meist standen bei mir andere, fremde Interessen\/Vorderungen im Vordergrund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David Ulrich schreibt dazu:  &#8222;Bei der Arbeit mit der Kamera dr\u00e4ngen sich quasi sofort zwei Fragen auf: Was haben Sie zu <strong>sagen<\/strong>, das aus Ihrem individuellen Hintergrund und Ihrer Lebenserfahrung erw\u00e4chst? Und: Welches ist Ihr Stil, Ihre Ausdrucksweise, was stellen <strong>Sie <\/strong>sich vor?&#8220; (in seinem Buch: ZEN \u2013 Der Weg des Fotografen.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das malerische Foto, das sch\u00f6ne Bild, visuell spektakul\u00e4r, herzeigbar, Lob erheischend, Beifall fordernd, etc. stand immer und unausgesprochen im Mittelpunkt. All das, das Andreas Feininger: &#8222;Visuelles Geschw\u00e4tz&#8220; nennt. Und ich habe nach besten Wissen und jeweiligem K\u00f6nnen mitgeplappert. Heute sch\u00e4me ich mich dar\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es stimmt halt: Man muss mit der Wahl seiner Bekannten\/Freunde\/Mitmenschen extrem w\u00e4hlerisch, vorsichtig, selektiv sein. Nur einige wenige tun einem gut, viele andere sind nicht auf einer Wellenl\u00e4nge und sind deshalb nicht in Resonanz mit den eigenen Anspr\u00fcchen. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum ?<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegl476.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5793\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegl476.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegl476-300x199.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spiegl476-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spiegelbild vom Kochelsee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prof. Dr. Sven Barnow ist Psychologe und leitet den Lehrstuhl f\u00fcr Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universit\u00e4t Heidelberg. In seinem Buch: Achtsam fotografieren, stellt er die Frage. Warum fotografieren wir? Und er gibt selbst einige (seine) Antworten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Buch lese ich zur Zeit zum zweiten mal. Und siehe da: Entweder ich habe schon wieder alles vergessen oder ich bewerte es jetzt anders. Auf jeden Fall spricht es mich wesentlich anders, wesentlich mehr an, als seinerzeit beim ersten durchbl\u00e4ttern. Und er schreibt auch von Bildaussage, Bedeutung, weg vom billigen, oberfl\u00e4chlichen Massengeschmack, hin zur individuellen Gestaltung, Bedeutung, Vision, Inhalten. Wie so viele B\u00fccher. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entweder die Autoren sprechen sich vorher alle ab und schreiben dann sinngem\u00e4\u00df den gleichen Inhalt, oder sie schreiben direkt voneinander ab, oder es ist wirklich das Ziel der Entwicklung aller Fotografen. Ich bin innerlich \u00fcberzeugt, dass letzteres zutrifft: Erkenne Dich selbst immer besser, tiefer, ehrlicher, und bringe dann Dein Ding fotografisch zur Aussage. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Achtsamkeit<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"425\" height=\"600\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ko5678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5805\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ko5678.jpg 425w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ko5678-213x300.jpg 213w\" sizes=\"auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prof. Dr. Sven Barnow schreibt in seinem Buch: Achtsam fotografieren: &#8222;Die Fotografie, die ich pr\u00e4feriere, ist auf Entschleunigung, Einfachheit und Achtsamkeit ausgerichtet.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ohne dass ich es bemerkte, geht es mir in der letzten Zeit genauso so wie er es beschreibt. Es ist sch\u00f6n, t\u00e4glich durch Wolfratshausen zu streifen. Es ist sch\u00f6n, nur Beobachter zu sein. Innerlich gab es f\u00fcr mich zu keiner Sekunde, den Weihnachtstrubel. Als stiller Beobachter ohne Bewertung, Gelassenheit zu \u00fcben. Zum ersten Mal in meinem Leben. Einfach da sein im &#8222;Hier und Jetzt&#8220; und offen zu sein f\u00fcr alles, was gerade geschieht. Auch wenn es (Gott sei Dank) nichts weltbewegendes ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er schreibt auch, dass es Untersuchungen von ca. 50.000 Menschen gab, die mit der Absicht fotografieren, die Bilder hinterher in den sozialen Medien hochzuladen. Diese 50.000 werden durch das Fotografieren gestresst. Denn es steht eine Bewertung der Bilder bevor. Fotografien war f\u00fcr die Befragten nicht mehr so genussvoll wie es sein k\u00f6nnte. Und bei weitem nicht so freudvoll, wie es ist, wenn die Bilder nicht ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lob und Tadel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die P\u00e4dagogen versichern uns glaubhaft, dass Lob und Tadel nur Dressur Techniken sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"312\" src=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ko987.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5814\" srcset=\"https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ko987.jpg 900w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ko987-300x104.jpg 300w, https:\/\/morgenthaler.art\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ko987-768x266.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Tadel sehen wir das sofort ein. Niemand m\u00f6chte wohl auf Dauer immer nur getadelt werden. Also steckt meist eine manipulative Absicht dahinter, wenn wir jemanden tadeln. \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist Lob ebenfalls eine Beeinflussung anderer. Nur subtiler, hinterfotziger, indirekter. Lob erzeugt im Gelobten eine Aussch\u00fcttung von Dopamin und Endorphine. Also Gl\u00fcckshormone. Damit ist auf der ersten Blick nichts einzuwenden. Aber \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie bei Drogen auch, machen die k\u00f6rpereigenen Hormone s\u00fcchtig. S\u00fcchtig nach mehr. Mehr Lob. \u00d6fters Lob. Gr\u00f6\u00dferes Lob. Und um dieses &#8222;Mehr an Lob&#8220; zu bekommen, strengen sich die Menschen an. Mehr an. Und sitzen somit in der Falle. Noch mehr Lob. Noch eine Platzierung besser. \u00dcberregionales Lob, Bayernweites Lob, Deutschlandweites Lob, Europaweites lob. Weltweites Lob. Denn das gleiche Ma\u00df an Lob befriedigt nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Teufelsspirale ist: Immer mehr, immer \u00f6fters, immer st\u00e4rker. Wie bei Drogen ebenfalls. Und wehe es f\u00e4llt mal ein Lob aus, oder ist nicht so \u00fcberschw\u00e4nglich wie erhofft, oder man macht nur den zweiten Platz, oder ein Anderer wird gelobt&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn jedoch jeder nur f\u00fcr sich selbst fotografiert, nur zur eigenen Freude, nur mit eigener Bewertung, nur f\u00fcr die heimische Bilderwand, dann ist Friede auf Erden. Nach 2 Stunden Foto-Tour heimgehen mit gro\u00dfer Erf\u00fcllung im Herzen, ist Gl\u00fcck genug. Mehr als genug. Und abh\u00e4ngig von anderen macht es auch nicht. Erkenne Dich selbst.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Grafen und Machern Irgendwo habe ich gelesen: &#8222;Jeder neue Gedanke baut auf alten, bisherigen Gedanken auf. Unser Bewusstsein erweitert sich st\u00e4ndig.&#8220; Bisher war meine Meinung bipolar: Es gibt entweder Fotografen oder Knipser. Dazwischen war nichts und niemand. Dieses Schwarz\/Wei\u00df Denken hat sich mittlerweile ver\u00e4ndert, erweitert. Jetzt gibt beim mir mindestens noch eine weitere Stufe &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Dezember 2025 &#8211; Fotografie\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/dezember-2025-fotografie\/#more-5177\" aria-label=\"Read more about Dezember 2025 &#8211; Fotografie\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5177","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5177","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5177"}],"version-history":[{"count":360,"href":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5177\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5833,"href":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5177\/revisions\/5833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/morgenthaler.art\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5177"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}