Das Epos vom einsamen Bernd.
Heute war – man glaubt es kaum – tatsächlich mal wieder ein schöner Tag für die Linse! Aber kaum sinkt die Sonne, setzt der altbekannte Wahnsinn ein. Frei nach dem Erlkönig (und meinem chronischen Mangel an Schlaf):
„Wer fotografiert so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Bernd, bis er Motive find!
Er hält das Stativ wohl in dem Arm,
er hält es sicher, es hält ihn… nicht warm.“
Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so schlau als wie zuvor – oder zumindest genauso allein. Mein treuester Begleiter? Nicht etwa ein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern mein Fotoapparat.
Die bittere Wahrheit:
- Gesprächspartner: Meine Kamera (sie widerspricht wenigstens nicht, wenn ich die Belichtungszeit ändere).
- Soziales Leben: Findet hauptsächlich zwischen ISO-Werten und Blendenstufen statt.
- Status: „In einer festen Beziehung mit meinem Weitwinkelobjektiv.“
Wie immer eben: Allein im Dunkeln, aber hey – wenigstens das Histogramm sieht heute Abend fantastisch aus!