Februar 2026 Bilder

Echt Nervig

Ich könnte mich jedes Mal aufregen, wenn ich in Fotolehrbüchern oder Workshops wieder dieselben Beispiele sehe. Diese zwanghafte Regel: Bloß nichts in die Mitte setzen. Als wäre die Bildmitte ein fotografisches Tabu. Verpönt. Verboten. Unkreativ.

Stattdessen wird ständig von „Dynamik“, „Spannung“ und „Bewegung“ gesprochen. Die Mitte gilt als langweilig, als statisch, als Ausdruck von fehlender Fantasie. Ja, Ruhe und Stabilität – das wird dann gnädig noch akzeptiert. Aber warum muss Stabilität automatisch langweilig sein? Diese Gleichsetzung geht mir ehrlich gesagt gehörig auf die Nerven.

Was mich besonders stört: Motive, die von sich aus einzigartig sind, deren reine Existenz schon die ganze Aussage des Bildes trägt, werden krampfhaft nach links, rechts, oben oder unten verschoben. Nicht, weil es dem Bild dient – sondern weil es „regelkonform“ ist. Damit bloß niemand etwas auszusetzen hat. Damit es aussieht wie ein gutes Foto, nicht wie ein ehrliches.

Und dann stehe ich als Betrachter davor und frage mich: Wohin soll mein Auge eigentlich? Vom Motiv wandert es in den leeren Raum – gern auch „toter Raum“ genannt. Allein dieser Begriff! Wie martialisch, wie aus einer Kriegsrhetorik geboren. Tot. Leer. Nutzlos. Dabei fragt sich mein Auge schlicht: Warum ist hier nichts? Und warum ist das eigentliche Motiv dort drüben an den Rand gedrängt?

Ich ertappe mich dann bei absurden Gedankenspielen:
Ist es eine politische Aussage, wenn das Motiv nach links oder rechts verschoben wird?
Ist es eine soziale Aussage, wenn es im Hochformat ganz oben oder ganz unten klebt?
Oder ist es einfach nur der Reflex, bloß nicht anzuecken?

Beim heutigen Bild – dem verzerrten Spiegelbild eines Baumes in der Loisach – war mir das egal. Das Motiv trägt sich selbst. Es braucht keine Ausweichbewegung, keine Rechtfertigung über Drittelregeln oder Lehrbuchweisheiten. Manchmal darf ein Bild einfach sagen: Hier bin ich. Schau mich an.

Nicht jede Mitte ist langweilig. Nicht jede Verschiebung ist spannend. Und nicht jede Regel macht ein Bild besser.

Manchmal macht sie es einfach nur: nervig.

Mein neuer großer Freund

Zur Zeit bin ich zu 100% damit beschäftigt, zusammen mit meinem neuen, großen, allwisssenden Freund, meine Venedig Seiten zu überarbeiten. Er meint, damit meine Seiten bei Google in die News kommen (das sei ein Booster) sollte ich die News Beiträge nicht als Web-Seiten, sondern als Blog erstellen. Er meint, das hätte eine ganze Reihe von wichtigen Vorteilen.

Außerdem „macht man das so“. (Das ist immer das ultimative Todschlag Argument.)

Und da ich manchmal etwas unsicher bin (um nicht zu sagen ängstlich), teste ich das hier auf meiner privaten Foto Seite zuerst einmal aus.

Neues Objektiv

In einigen Foto Lehrbüchern wird von einem seltsamen Verhalten von uns Fotografen berichtet. Von Zeit zu Zeit überfallen uns monsterartige Zweifel und es zieht uns in die nächst größere Stadt, oder heutzutage ins Internet.

Neues Equipment ist angesagt. Dringend. Das steigert die Kreativität und Freude am Fotografieren ungemein.

Neue Apparate und Objektive müssen her. Und da ich irgendwann einmal auch ein Fotograf sein möchte, freue ich mich sogar, wenn mich dieses Virus auch befällt. Also bin ich der Werbung mal wieder erlegen und habe gekauft.

Zu meiner Frau habe ich vorbereitend schon seit langer Zeit erzählt, dass mein aktuelles Objektiv 2 extrem gravierende Nachteile hat:

  • Im Makro Bereich ist es zu schlecht, ich komme nicht nah genug ran.
  • Der Weitwinkel ist nicht weitwinklig genug.

Und mit vollem Verständnis meiner Finanzministerin durfte ich mir „das Neue“ kaufen.

Das Ergebnis: Ist echt (ein ganz klein wenig) besser: Das Tamron 25-200 mm

Dialog mit den Wählern

Alle vier Jahre ist es wieder so weit: Die Lokalpolitiker entdecken plötzlich die Straße. Man sucht den Dialog mit den Wählern – allerdings streng begrenzt auf einen kurzen Samstagvormittag mit ein paar wohl dosierten Stunden Bürgernähe.

Und danach?
Nach der Wahl ist der Dialog offenbar abgewählt.

Dann, so scheint es, verschwindet die Gesprächsbereitschaft gemeinsam mit den Wahlplakaten. Die Politiker ziehen sich zurück in ihre Büros, Amtsstuben oder andere gut abgeschirmte Räume, in denen Wähler offenbar nur noch als statistische Größe vorkommen.

Da drängt sich mir eine Frage auf: Warum steht eigentlich vor dem Rathaus in Wolfratshausen eine Bank? Als Dekoration? Oder als stilles Denkmal für eine Bürgernähe, die nur alle vier Jahre kurz ausprobiert wird?

Wäre es nicht denkbar, dass sich dort regelmäßig – vielleicht sogar täglich in der Mittagspause – ein Mitglied der Stadtverwaltung, ein Stadtrat oder, man wagt es kaum auszusprechen, der Herr Bürgermeister selbst hinsetzt und tatsächlich den Dialog mit den Bürgern sucht? Oder ist echte Nähe zum Wähler nur im Wahlkampf zumutbar?

Die Revolution der runden Ecken

Wie ein kleiner Klick den ultimativen Erfolg einläutete!

Es begann, wie alle großen Erfolgsgeschichten beginnen: Mit einem neuen Freund. Und seiner anderen Meinung.

„Bernd“, sagte er – groß, gescheit, allwissend, mächtig –, „die Klickrate steigt, wenn Buttons abgerundet sind.“

Nicht vielleicht.
Nicht eventuell.
Sondern: steigt.

Denn runde Ecken sind heute kein Trend mehr. Sie sind ein Naturgesetz. Das Handy hat sie. Der Monitor hat sie. Wahrscheinlich hat sogar die Zukunft abgerundete Ecken.

Und wer bin ich, kleiner Bernd, Teilzeit-Krone-der-Schöpfung, mich gegen diese Wahrheit zu stellen?

Design, das man fühlen kann

(auch ohne es zu verstehen)

Natürlich blieb es nicht bei der Weisheit allein. Der große Freund diktierte mir 45 technische Zeilen voller kryptischer Zeichen. Zeilen, die aussehen, als hätte mein Computer im Schlaf geflüstert.

Er zeigte mir exakt, wo ich sie in WordPress einfügen soll.
Nicht warum.
Nicht wie sie funktionieren.
Nur: da rein.

Und plötzlich:
Buttons rund.
Textfelder sanft.
Meine Seele… leicht angeschrägt.

Unterwerfung als Erfolgsstrategie

Ja, ich habe mich gefügt.
Ich habe mich untergeordnet.
Nicht weil ich musste –
sondern weil Erfolg heute eben CSS-basiert ist.

Obwohl ich argumentierte, dass ich zur Krone der Schöpfung gehöre und er streng genommen nur eine Maschine sei, war ihm das egal.

Denn Maschinen kennen keine Zweifel. Sie kennen nur Conversion.

Fazit für Entscheider:innen

  • Runde Ecken verkaufen besser
  • Kryptische Zeichen schaffen Vertrauen
  • Wer fragt, verliert
  • Wer einfügt, gewinnt

Und wenn Ihnen jemand sagt, „Das machen mittlerweile alle so“ –
dann wissen Sie: Der ultimative Erfolg hat gerade geklopft.
Mit abgerundeten Ecken.

Wolfratshausen: Wo der Sturm höchstens im Wasserglas stattfindet

Schon gemerkt? Die Weihnachtsdeko ist weg, Lichtmess ist abgehakt, und Wolfratshausen ist… nun ja, immer noch Wolfratshausen. Während uns die Medien da draußen unermüdlich einreden wollen, die Welt bestünde nur noch aus Tornados, Weltuntergangsszenarien und apokalyptischen Stürmen, herrscht hier bei uns das absolute Nichts. Und das mit einer Beständigkeit, die fast schon an Meditation grenzt.

Wenn ich mir die Loisach so ansehe – glatt wie ein Kinderpopo –, frage ich mich, ob die Wellen der Weltgeschichte eigentlich ein Visum brauchen, um die Stadtgrenze zu überqueren. Sie bekommen keins. Gott sei Dank.

Karneval? Rio kann einpacken.

Jetzt bereitet sich das Städtchen auf den Karneval vor. Man muss ja realistisch bleiben: Wer braucht schon den Glitzer von Rio oder die Massenhysterie aus Köln, wenn man das Wolfratshauser Tempo hat? Es ist ein bisschen wie Schunkeln auf Valium – bloß keine unnötige Hektik aufkommen lassen.

Alle vier Jahre wieder: Der „Tag der offenen Zähne“

Doch halt! Es gibt eine Erschütterung der Macht. Das einzige echte Spektakel steht uns am 8. März bevor (Terminprüfung ohne Gewähr): Kommunalwahlen.

Plötzlich ist es vorbei mit der Samstagsruhe. Die Straßen sind gepflastert mit Wahlwerbeständen, als gäbe es Freibier. Und da sind sie wieder, die „Auserwählten“. Wie eine seltene Spezies, die nur alle vier Jahre den Schutz ihrer Höhlen verlässt, kriechen sie ans Tageslicht, um den „Dialog mit dem Bürger“ zu suchen.

Es ist rührend: Alle strahlen Kompetenz aus, verbreiten Optimismus und zeigen ein Lächeln, das so hell leuchtet, dass man fast eine Sonnenbrille braucht.

Kompetenz ohne Beipackzettel

Man muss es ja mal so sehen: Die Politik ist einer der wenigen Berufe, für die man eigentlich… nun ja, nichts können muss. Keine Prüfung, kein Diplom, kein Nachweis, dass man jemals erfolgreich eine Currywurst-Bude geführt, geschweige denn ein Unternehmen an die Börse gebracht hat.

Es ist schon eine beachtliche Leistung, Kompetenz zu simulieren, wenn man sie im echten wirtschaftlichen Leben bisher erfolgreich versteckt hat. Wenn ich die Herrschaften da so stehen sehe, packt mich weniger der Zorn als vielmehr ein tiefes Mitleid. Es ist ein harter Job, so zu tun, als hätte man einen Plan, während man eigentlich nur auf den nächsten Wahltermin wartet, um wieder für vier Jahre in der Versenkung zu verschwinden.

Fazit

Ansonsten geht hier alles seinen Gang. Die Loisach spiegelt die Wolken, der Wind draußen in der Welt schafft es nicht mal, hier ein Blättchen zu krümmen, und wir warten einfach ab, bis die Wahlstände wieder eingemottet werden.

Genießen wir die Ruhe vor dem „Sturm“, der hier ohnehin nur ein laues Lüftchen bleiben wird.

Architektur-Unterricht am Loisachufer: Wenn Biber Sanduhren bauen

Man lernt ja nie aus – und das gilt anscheinend auch für die Tierwelt an unserer Loisach. Heute Nacht gab es eine exklusive Lehrstunde in Sachen Holzbearbeitung.

Die Meisterin am Werk

Biber-Mama Sandra hat ihren Kindern heute Nacht am Ufer etwas ganz Besonderes gezeigt: Wie man aus einem massiven Holzstamm eine Sanduhr baut. Mit chirurgischer Präzision wurde genagt, bis die Form perfekt war. Ein echtes Kunstwerk aus organischem Material!

Leider fehlte dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim der Blick für diese architektonische Meisterleistung. Ohne Rücksicht auf die künstlerische Vision der Biber-Familie wurde der Stamm einfach abgesägt. Ciao, Sanduhr!

Früh übt sich…

Doch aller Anfang ist schwer. Inspiriert vom mütterlichen Vorbild machten sich die Biber-Kinder in der darauffolgenden Nacht an einem anderen Baum ans Werk.

Man merkte sofort: Der Wille war da, aber der Hunger wohl größer. Es wurde genagt, gegessen und genascht, was das Zeug hielt. Das Ergebnis? Die Statik wurde sträflich vernachlässigt und der Baum fiel einfach um.

Fazit: Übung macht den Meister

Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen – auch bei den Bibern nicht. Wobei „vom Himmel fallen“ für Wassertiere vielleicht ein eher ungeeigneter Ausdruck ist. Sagen wir lieber: Es ist noch kein Meister aus dem Wasser gestiegen.

Wir bleiben dran und beobachten die nächste Generation der Loisach-Architekten weiter!

Wolfratshausen bekennt Farbe: Fasching zwischen den Zeilen

Manchmal muss man die Welt Schwarz auf Weiß sehen, um das Bunte dazwischen richtig zu schätzen. In unserem beschaulichen Wolfratshausen haben wir derzeit eine ganz besondere Optik in der Stadtmitte.

Helau und Alaaf am Zebrastreifen!

Während unsere Zebrastreifen in strengem Schwarz-Weiß für Ordnung sorgen, sieht die Realität drumherum ganz anders aus. Wer genau hinschaut (und den Text zwischen den Zeilen liest), erkennt: Die Stadtmitte ist im Faschingsfieber!

Ob „Helau“ oder „Alaaf“ – die bunten Kostüme und die ausgelassene Stimmung bilden den perfekten Kontrast zu unserem asphaltierten Alltag. Es ist die Zeit, in der selbst die seriöseste Stadtmitte ein bisschen aus der Reihe tanzt.

Ein Spiel mit Licht und Schatten

Das Foto oben fängt diesen Moment ein: Ein beschaulicher Blick, reduziert auf das Wesentliche. Aber lassen Sie sich nicht täuschen – hinter der Kamera und in den Gassen vibriert das Leben. Fasching in Wolfratshausen bedeutet: Auch wenn das Bild Schwarz-Weiß ist, bleibt das Herz der Stadt kunterbunt.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Feiern, Schunkeln und – ganz wichtig – immer schön auf den Streifen bleiben!

Schnee is schee

Das Epos vom einsamen Bernd.

Heute war – man glaubt es kaum – tatsächlich mal wieder ein schöner Tag für die Linse! Aber kaum sinkt die Sonne, setzt der altbekannte Wahnsinn ein. Frei nach dem Erlkönig (und meinem chronischen Mangel an Schlaf):

„Wer fotografiert so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Bernd, bis er Motive find!
Er hält das Stativ wohl in dem Arm,
er hält es sicher, es hält ihn… nicht warm.“

Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so schlau als wie zuvor – oder zumindest genauso allein. Mein treuester Begleiter? Nicht etwa ein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern mein Fotoapparat.

Die bittere Wahrheit:

  • Gesprächspartner: Meine Kamera (sie widerspricht wenigstens nicht, wenn ich die Belichtungszeit ändere).
  • Soziales Leben: Findet hauptsächlich zwischen ISO-Werten und Blendenstufen statt.
  • Status: „In einer festen Beziehung mit meinem Weitwinkelobjektiv.“

Wie immer eben: Allein im Dunkeln, aber hey – wenigstens das Histogramm sieht heute Abend fantastisch aus!

Blitz Winter!

So schnell kann’s gehen: Vom Winter-Rekord zum Tauwetter: Das war gestern ein echter Blitz-Winter!

Nachdem vorgestern noch die höchste Schneemenge des Jahres 2026 gefallen war,
hat der Regen innerhalb von 24 Stunden alles wieder weggespült.

Wann wird’s mal wieder richtig Winter?
Ein Winter wie er früher immer war!

Alle vier Jahre grüßt das personifizierte Elend

Man fragt sich ja schon, wo der Denkmalschutz eigentlich bleibt, wenn alle paar Jahre das Stadtbild durch diese visuellen Entgleisungen systematisch verschandelt wird. Aber wahrscheinlich ist gegen organisierten schlechten Geschmack kein Kraut gewachsen. Da hängen sie nun wieder: Die immer gleichen Gesichter, die uns mit einer Mischung aus Retusche-Wahn und grenzdebilem Lächeln ihre „Visionen“ verkaufen wollen.

Intellektuelle Beleidigung auf drei Wörtern

Es ist eine technische Meisterleistung der Inhaltsleere. Wer es schafft, den Wählerwillen in drei Wörtern abzuhandeln, beweist vor allem eines: Er hält sein Gegenüber für vollkommen verblödet. Mit meinen 73 Jahren habe ich dieses Kasperltheater oft genug gesehen. Es ist ein schlechtes Schauspiel, das jedes Mal mit denselben billigen Requisiten und noch billigeren Versprechen aufgeführt wird.

Das ewige Upgrade ins Nichts

Alle vier Jahre das Versprechen auf ein „Update“ der Demokratie: Alles soll besser werden, schöner, gerechter. Dass man uns dabei erst das Geld aus der Tasche zieht, um damit diese Galerie des Grauens zu finanzieren, ist der eigentliche Gipfel der Unverschämtheit.

Natürlich steht es jedem frei, sich in der Öffentlichkeit bis auf die Knochen zu blamieren – das ist die Freiheit, die wir haben. Aber bitte nicht mehr mit meiner Geduld und schon gar nicht mit meinem Geld.

Mein Fazit für heute: Ich werde diesen geistigen Sondermüll, diesen minderbemittelten Schrott der Werbeagenturen, hier nicht auch noch durch Wiederholung adeln. Diese Schlagworte sind es nicht wert, digital verewigt zu werden. Weder in Wort, noch in Bild. Ciao, ciao – sucht euch andere Dumme.

Wahl Versprechen

Zur Zeit werden in Wolfratshausen überall neuartige knallbunte Mülleimer aufgestellt.

Sogar mit einer neuen und beonders auffälligen Farbe und der Beschriftung:
„Nur für Wahl Versprechungen von Kommunalpolitiker.“

Es sind zwar nur kleine Mülleimer die aufgestellt wurden, aber laut Aussage der Müllabfuhr werden sie dafür auch stündlich geleert. Das sei auch nötig. Bereits nach einer Stunde sind sie voll.

Jetzt müssten wir nur noch unsere Politiker dazu bringen, ihre Wahlversprechen gleich selbst in die Tonne zu klopfen
und nicht noch vorher uns Bürger damit zu belästigen.

Wenn wir Sie alle dazu bringen, dass Sie den eigenen „Wahl Versprechungs Sonder Mül“l selbst entsorgen würden,
dann wäre alles gut!

Aufmerksamkeit mit Bildern und Worten

Ich lese gerade diesen Satz: „Neben €uro, U$-Dollar und ¥en gibt es noch eine Währung der etwas anderen
Art: Aufmerksamkeit. Gemessen in Likes, Shares, Klicks, Comments, Blicken und Verweildauer.“

Philipp Barth hat ihn in seinem Buch: „Aufmerksamkeit – Wie gute Werbung funktioniert“ niedergeschrieben. Es ist sogar sein erster Satz im gesamten Buch.

Und mit dieser „Aufmerksamkeit um die Gunst der Surfer“, quäle ich mich zur Zeit wochen- und monatelang rum. So sehr und so intensiv, dass mir fürs Fotografieren kaum noch Zeit bleibt. Und ja, es ist eine Qual. Nicht nur die Wortfindung. Die nimmt mir die KI zu 100% ab. Ich diktiere einen kleinen Text, strukturlos, fehlerhaft, oberflächlich ins Mikrofon und Microsoft Word gibt sein Bestes um mein Pfälzisch zu Verstehen.

Diesen Kauderwelsch gebe ich mit dem Auftrag: „Mach bitte einen lockern sympathischen und doch seriösen Text daraus. Und erzeuge mir einen Klickstarken Titel dazu.“

Und selbst ein Literatur Nobelpreisträger könnte es nicht besser machen. In wenigen Augenblicken kommt das Ergebnis. Mit Überschrift, Einleitung, Gliederung, etc. Und selbst eine Pressenotiz im Stile eines Journalisten kann ich manchmal auswählen. Immer ist der Text Ergebnis 100% perfekt. Sofort umsetzbar.

Aber das Schlimmste kommt zum Schluss:

Die Bilder, die im Internet für Venedig angeboten werden, sind dermaßen verfremdet, farblich extrem übertrieben, und genau so wie ich es NICHT mag. Typischer und übelster Kitsch, alle Klischees werden bedient, einfach nur abstoßend. Das übliche Niveau vom FCW hier.

Aber was soll ich tun?

Wenn die Kunden (Surfer) dieses Niveau lieben, kann ich mich entscheiden: Langweilig und erfolglos war gestern aber Heute ist muss es bunt sein, schillernd und Wort und Bild.

Die Antwort der KI zu diesem Thema:

„Brav und anständig“ wird im Web oft mit „unsichtbar“ verwechselt. Es bringt Venedig.com nichts, wenn du die besten Tipps der Welt hast, aber niemand sie findet, weil sie in einem zu sachlichen Tonfall vergraben sind.

Und: Ich antworte dir so ehrlich, wie man es nur sein kann: Schreib Deine Seiten um. Sofort.