Architektur-Unterricht am Loisachufer: Wenn Biber Sanduhren bauen

Man lernt ja nie aus – und das gilt anscheinend auch für die Tierwelt an unserer Loisach. Heute Nacht gab es eine exklusive Lehrstunde in Sachen Holzbearbeitung.

Die Meisterin am Werk

Biber-Mama Sandra hat ihren Kindern heute Nacht am Ufer etwas ganz Besonderes gezeigt: Wie man aus einem massiven Holzstamm eine Sanduhr baut. Mit chirurgischer Präzision wurde genagt, bis die Form perfekt war. Ein echtes Kunstwerk aus organischem Material!

Leider fehlte dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim der Blick für diese architektonische Meisterleistung. Ohne Rücksicht auf die künstlerische Vision der Biber-Familie wurde der Stamm einfach abgesägt. Ciao, Sanduhr!

Früh übt sich…

Doch aller Anfang ist schwer. Inspiriert vom mütterlichen Vorbild machten sich die Biber-Kinder in der darauffolgenden Nacht an einem anderen Baum ans Werk.

Man merkte sofort: Der Wille war da, aber der Hunger wohl größer. Es wurde genagt, gegessen und genascht, was das Zeug hielt. Das Ergebnis? Die Statik wurde sträflich vernachlässigt und der Baum fiel einfach um.

Fazit: Übung macht den Meister

Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen – auch bei den Bibern nicht. Wobei „vom Himmel fallen“ für Wassertiere vielleicht ein eher ungeeigneter Ausdruck ist. Sagen wir lieber: Es ist noch kein Meister aus dem Wasser gestiegen.

Wir bleiben dran und beobachten die nächste Generation der Loisach-Architekten weiter!

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