Es treffen sich in mir immer zwei Dinge aufeinander.
Und leider passen diese nicht immer zusammen.
- meine innere Stimmung
- die äußere Stimmung der Welt
Und manchmal widersprechen sie sich komplett. Innen sonnig ☀️ – draußen Nieselregen und grau 🌧️.
Das fühlt sich in mir fast so an, als müsse ich mich entscheiden:
Fotografiere ich meine Stimmung – oder die Stimmung der Umgebung?
Drei mögliche Wege
1. Ich fotografiere das, was draußen ist.
Dann nehme ich das Grau, den Regen, die Kälte wahr. Das können Bilder sein von:
- nassen Straßen
- Spiegelungen in Pfützen
- Menschen mit eingezogenen Schultern
- leeren Plätzen im Nieselregen
Das Ergebnis sind dann ehrliche, atmosphärische Bilder.
2. Ich fotografieredas, was ich innerlich fühle. Dann suche ich bewusst nach Dingen, die zu meiner guten Stimmung passen:
- Farben
- kleine Details
- Lichtflecken
- humorvolle Situationen
- etwas Unerwartetes im Grau
Das Ergebnis: optimistische Bilder trotz schlechtem Wetter.
3. Ich gehe in den Widerspruch, denn das ist oft der schwierigste Weg
Innen gut drauf – draußen graues Wetter.
Diese Spannung kann ich, wenn ich einmal ein richtiger Fotograf bin nutzen für authentische Bilder.
Zum Beispiel:
- ein bunter Regenschirm im grauen Umfeld
- ein lachender Mensch im Regen
- warme Fensterlichter in einer kalten Straße
- kleine Zeichen von Leben im tristen Wetter
Dann erzählen die Bilder eine Geschichte. Und dahin will ich. Unbedingt.
zu guter Letzt
Dass meine Stimmung das Fotografieren beeinflusst, ist kein Problem – sondern eher ein gutes Zeichen. Es bedeutet nämlich:
- ich reagiere auf deine Umgebung
- ich fotografiere nicht nur technisch
- meine Bilder können Persönlichkeit bekommen
Und in vielen Lehrbüchern steht: Man fotografiert immer auch sich selbst.