Januar 2026

Schwere Zukunft!

Ohne lange in Schwermut, Trübsinn oder Melancholie zu verfallen.

Die heutige Nacht wird zwar Silvester genannt, ist aber für mich eine ganz normale Nacht von heute auf Morgen. Und das Morgen ist mehr als nur erneute 24 Stunden. Das Morgen ist meine Fotografen Zukunft. Und die wird gefühlt schwer. Bilder mit Aussage. Mit Bedeutung. Bilder, die ein ganzes Fotografen-Lebenswerk ausdrücken. Welch eine schwere Last! Eine schwere Bürde. Aber da will/muss ich hin.

In den ersten 3 Lehrjahren galt meine Konzentration den Lichtbildern. Langweilige Massenware der meisten Fotografen. Bilder, die ein besonderes Licht abbilden. Und ganz ehrlich: Das ist leicht. Sogar hier in Wolfratshausen stolpert man fast täglich über diese „leichte Kost.“

Doch das reizt mich schon lange nicht mehr. Tiefe, Bedeutung, Bildsprache, Vision, Sinn muss her. Auch wenn es nochmals 3 Jahre dauert. Auch wenn es mich extrem blockiert. Auch wenn ich täglich wieder rückfällig werde.

Einfach kann jeder!

Lichtbilder vom 1.1.2026

Noch ein Lichtbild ohne Bedeutung

Klimaveränderung: Die Loisach kocht mitten im Winter

Lichtbilder ohne Ende: Kochelsee

Alles an einem Tag: 1.1.2026

Und noch ein Spiegel Bild

Am liebsten würde ich täglich ein Loisach-Spiegel-Bild veröffentlichen.

Auf die Schnelle geknipst, ohne Geduld

Ein guter Fotograf hätte dieses Motiv nicht einfach so wie ich im Vorbeigehen geknipst. Damit es noch besser wird, muss man früher kommen, oder warten bis der Zweig links unten im Vordergrund voll von der Sonne angeleuchtet wird und sein schneeweiß oder raureifweiß optisch voll zur Geltung kommt. Aber so sind halt mal viele Urlaubsbilder: Schnell geknipst und weiter.

Jetzt reicht’s aber

Bei so vielen „Schönwetter-Bilder“ wird einem ja richtig übel. Einfältig. Einseitig. Fantasielos.

U-Turn oder die 180 Grad Wende

Heute Morgen habe ich, wie täglich, aus dem Fenster geschaut. Und dabei dachte ich mir: Wenn wieder „Schön-Wetter“ ist, mit strahlendem Sonnenschein, dann bleibe ich heute mal zuhause und gehe NICHT raus zum Fotografieren. Schön-Wetter Bilder für das Jahr 2026 habe ich bereits genügend. Das wird ja auf Dauer richtig langweilig.

Und siehe da: Gott sei Dank war Mistwetter, Sturm, bedeckter Himmel mit Schneeschauern. Also nichts wie raus. Solche Bilder lieben sie in Dubai.

Luigi Degan – II

Gleich vorneweg: Ich mag Ihn. Sehr sogar. Luigi Degan, den Top-Fotograf, geboren in Venedig. Seit Jahren schwärmt er mir von seinen Bilder Wettbewerb Erfolgen, hier im Fotoclub vor. Alles noch aus der analogen Ära. Sogar aus dem Nahen Osten bekam er regelmäßig Lob und Anerkennung. Damals war ich schwer beeindruckt. Heute denke ich da differenzierter.

Es war nur der Exoten-Bonus. Ganz klar.

Wer lebenslänglich in Wüsten-Regionen lebt, ohne Wasser, ohne Regen, ohne Flüsse und ohne Seen, der ist geradezu süchtig und voreingenommen, selbst wenn er nur schlechte Bilder aus Oberbayern sieht: Hochwasser, Nebel, Kälte, Schneefall, Eisflächen, STA-See, schneebedeckte Almhütten in den Bergen, etc. Für uns hier ist das langweiliger Alltag. Dort ist es sensationell. Begehrenswert. Exotisch mit Bonus.

Wenn ich das nächste Mal in Dubai bin, nehme ich das Schneefall-Bild aus Wolfratshausen mit. Dort zeige ich es dem ortsansässigen Fotoclub vor. Bestimmt bekommt es die volle, maximale Punktzahl. Und alle verbeugen sich vor mir, als den Jahrtausend-Fotografen mit exotischen, genialen, einmaligen Bildern.

Lob und Tadel – II

Bild Aussage: Oft nehme ich meinen Foto-Apparat mit, wenn ich außer Haus gehe/fahre. So auch heute beim Wandertag um den Barmsee bei Krün. Und bevor ich ganz ohne „Winter Kitsch Bilder“ nach Hause komme, zur Not und auf den letzten Drücker noch ein kurzer Druck auf den Auslöser. Ein Bild unter der Überschrift: Erinnerung. Mehr war für mich heute nicht drin. Wer Foto Lehr-Bücher über Alpen Fotografie gelesen hat, weiß, dass dieses Bild nichts Besonderes ist. Und wer mich kennt, weiß, dass ich auch nicht den Ehrgeiz dazu habe.

Die Psychologie lehrt uns, dass immer nur von „Oben nach Unten“ gelobt wird. So sei es unvorstellbar, dass ein „normaler Mitarbeiter“ bei der Weihnachtsfeier vor zum Rednerpult geht, dem Chef auf die Schulter klopft und sagt: „Gut gemacht, alter Junge.“ Umgekehrt wird das bestimmt von vielen erhofft

Zudem zeigt der, der das Lob ausspricht, dass er klüger, besser, erfahrener ist, dass er weit über den Dingen steht, so dass er kompetent beurteilen/loben kann. Andreas Feininger ist da anderer Meinung. Zumindest für die Fotografie. Er schreibt einleuchtend, dass niemand ein Bild beurteilen kann, wenn er nicht genau weiß, was der Bildermacher damit aussagen will. Erst jetzt kann man beurteilen, ob das Bild die erhoffte Aussage trifft oder nicht.

Und manchmal kann ich psychologisch verstehen, warum einige Fotoclubs geradezu versessen/ekstatisch sind, Bilder zu beurteilen. Es erhebt den, der beurteilt in eine erhöhte, erhabene, gottähnliche Position. Wenn schon das eigene Fotografen-Talent bzw. Genie, nicht erkannt wird, wenn man selbst nur eine graue Fotografen-Maus ist, so braucht es wenigstens ab und zu mal das erhebende Gefühl: Ich darf beurteilen. Meine Meinung ist wichtig. Damit bin ICH wichtig. Auf meine Stimme kommt es an. Ich steh über den Dingen. Ich kann/darf/soll es sogar beurteilen.

Welch eine Macht. Welch eine Überlegenheit. Welch Stärke und Größe.

Unentdeckte Talente und Genies

Ich habe heute am Barmsee noch ein zweites Bild gemacht.

Um gleich auf den Punkt zu kommen. Unentdeckte Talente und Genies: Ich glaube so etwas gibt es heute nicht mehr. In einer Welt der Kommunikation, Facebook, Instagram, usw. sieht jeder der interessiert ist, alle Bilder weltweit. Immer mehr Magazine, immer mehr Foto/Bilder Web-Seiten, immer mehr Homepages, erzeugen eine immer größer werdende Nachfrage nach guten Bildern aller Art.

Talente werden heute automatisch entdeckt. Ich muss/werde/will mir nichts einbilden. Die tägliche Realität ist die, dass KEINE der Bildagenturen weltweit, Anfragen nach meinen Bildern schicken. Mein Posteingang ist leer. Und das ist auch gut so und entspricht den Tatsachen.

Bei den großen der Branche, wie Annie Leibovitz, Albert Dros, Chris Orwig, oder Roberto Valenzuela gilt ein Tagessatz von 15.000 Dollar bis zu 25.000 Dollar. Wie gesagt. Pro Tag! Und die jeweils eigene Homepage ist voll mit bekannten Marken: Geo, Adobe, Sony, Canon, Disney, usw. Wie gut jemand ist, erkennt man am Kontostand.

Wer sich einmal ein Bild einer Homepage eines TOP-Fotografen mache möchte:

https://www.albertdros.com

Den wirklichen TOP-Fotografen laufen die Interessenten hinterher. Die Sponsoren stehen Schlange. Die Auszeichnungen und Anerkennungen sind himmelhoch und uferlos. Zu Recht! Und wer diese Auszeichnungen nicht bekommt, wie ich, ist auch zu Recht nicht gut genug.

Komisch: Annie Leibovitz hat keine eigene Homepage.

Messlatte

Direkt nach Drücken des Auslösern bin ich erschrocken. Riesige Sensor Flecken im Bild. Sogar weiße Flecken auf dunklem Hintergrund. Doch dann genauso schnell wie der Schreck die Erlösung: Sind ja nur Schneeflocken.

Ich kann/darf meine Messlatte zu Beginn des neuen Jahres nicht so hoch hängen: Nur noch Bilder mit Sinn, Tiefe, Aussage, Bedeutung, etc. Als Ziel ist es OK, aber die Erwartung dies bereits perfekt in der täglichen Praxis umzusetzen geht leider nicht.

Zum einen, muss/will/werde ich mich an diese neue Bilder-Art erst gewöhnen und zum anderen, gibt das kleine Wolfratshausen nicht besonders viel her. Ich kann nur das ablichten, was mir auffällt. Und da gehört gerade heute ein trüber, frostiger, eiskalter Tag auch mal dazu.

Und zwei neue Foto Lehrbücher habe ich mir heute auch online gekauft. Hoffentlich steht dort die ultimative Lösung aller Fotografen Probleme drin. Morgen werde ich es wissen.

So nicht ! – Oder doch?

Man lernt eben nie aus. Alles was Gestern noch unumstößliches Fotografen Grundgesetz war, gilt scheinbar ab heute nicht mehr. Oder ist das einfach nur künstlerische Freiheit?

Die Regeln für Portrait Fotografie, so wie ich sie bisher verstanden habe:

  • Nimm mindestens ein 85 mm Brennweite Objektiv. Am besten mit Blende 1.4.
  • Der Hintergrund darf nicht vom Motiv ablenken. Achte also auf das Bokeh.
  • Mit Brennweite 35 mm oder 24 mm bekommt die Person einen Eierkopf, Minifüße und Riesenhände
  • Mit Brennweite 35 mm oder 24 mm ist zu viel Hintergrund zu sehen der ablenkt.
  • Unterm Knie schneide nie
  • Schneide nie durch Hände, Füße oder Gelenke.
  • Achte besonders auf den Hintergrund des Kopfes. Unter keinen Umständen darf ein Laternen Pfosten aus dem Kopf nach oben wachsen.
  • usw.

Ab heute gilt das alles nicht mehr. Fast in jedem Bild das Vitali Brikmann in seinem Buch „Portraits on Location“ vorzeigt, wird gegen mindestens eine, meistens durch mehrere Regeln verstoßen.

  • Ist das jetzt Kunst?
  • Soll ich das auch?
  • Darf ich das auch?
  • Darf man das nur, wenn man ein Buch schreibt?
  • Die alten Regeln waren für mich doch soooo einleuchtend.

Dach Klavier

Man merkt, dass der Architekt dieses Daches keine Ahnung von Musik bzw. Musikinstrumenten (Klavier) hat.

Sonst hätte er die weißen und schwarzen Tasten besser (richtig) angeordnet.

Temp 30

Da steht morgens um 7:00 Uhr ein Mann mit dunkelblauer Jacke mit Stativ und Fotoapparat mitten in Wolfratshausen. Und viele (eigentlich alle) denken: Das ist ein Polizist mit einer Radarfalle und kontrolliert die Geschwindigkeit. Also lieber bremsen und langsam fahren als eine Anzeige riskieren.

Auf die verrückte Idee, dass das nur ein Fotograf ist, der Morgen Bilder macht, kommt niemand.

Schwer

Ich will/werde nicht jammern. Denn es steht geschrieben: „Jammern und Leiden ist einfacher wie Handeln“. Wenn ich jedoch ab und zu mal wieder die Worte von David Ulrich lese, baut sich in mir ein Berg/Hürde auf, höher als die Zugspitze:

„Bei der Arbeit mit der Kamera drängen sich quasi sofort zwei Fragen auf: Was haben Sie zu sagen, das aus Ihrem individuellen Hintergrund und Ihrer Lebenserfahrung erwächst? Und: Welches ist Ihr Stil, Ihre Ausdrucksweise, was stellen Sie sich vor?“

Und: „Alle früheren Epochen haben einen jeweils eigenen künstlerischen Ausdruck hervorgebracht und wir müssen unserer Zeit eine Stimme geben.“

Um es mit den Worten von Goethes Faust auszudrücken: „Da steh‘ ich nun, ich armer Tor, Und bin so klug als wie zuvor!“

Kurzum: Ich finde es schwer. Was habe ich zu sagen? Und wie kann ich es mit Bildern ausdrücken? Nicht in Worten, nicht mit Liedern, nur mit Bildern. Und das mit den begrenzten Mitteln und Motiven. Ich bin kein weltenbummelnder Fotojournalist. Mein Lebensmittelpunkt ist und bleibt hier in Wolfratshausen.

Ich will fotografieren wirklich lernen. Und dabei unbedingt authentisch bleiben. Ich will nicht mit exotischen und oberflächlichen Bildern die Betrachter beeindrucken. Ich will abends heimkommen, meine Bilder analysieren, daraus lernen und morgen wieder raus.

Was mich anspricht ist das Zitat von Rūmī: »Lass dich still von der eigentümlichen Kraft dessen anziehen, was du wirklich liebst. Es wird dich nicht in die Irre führen.«

Aber warum muss das soooo lange dauern? Gibt es eine Abkürzung?

David Ulrich meint, dass es oft Monate bzw. jahrelanger Arbeit und Versuche bedarf, bevor einen Künstler die Muse küsst. Und diese lange Zeit ist ausgefüllt mit intensiver Beschäftigung mit dem Thema. Erleuchtung kommt oft nur dann aus dem Unterbewusstsein, wenn sich das Bewusstsein lange Zeit mit einem wichtig empfundenen Thema beschäftigt.

Früher und Heute

Eigentlich knipse ich schon seit ca. 50 Jahren. Aber früher habe ich „bewusstlos fotografiert“, ohne zu wissen wie und was oder warum. Fotoapparat an das Auge, kurz das Motiv anvisiert, abrücken und fertig. Die ersten 46 Jahren war der Fortschritt, der Lerngewinn sehr marginal, eher zufällig.

Erst als ich begonnen habe mich fortzubilden, zu lesen, die Bilder abends kritisch zu hinterfragen, wieder lesen, wieder raus, hat sich in mir etwas verändert. (Verändert ist bewusst ein neutrales Wort. Verbessert wäre bewertend.) Gott sei Dank. Mit der Intensität der Beschäftigung, Liebe, Theorie und Praxis des Fotografierens, habe ich heute das Gefühl, die Überzeugung/Gewissheit, dass fotografieren mehr sein kann, als Knipsen.

Früher, habe ich für mein Internet Reisebüro nur Schönwetter Bilder mit blauem Himmel fotografiert. Keine Straßen, keine Stromleitungen, kein Regen, kein Nebel, kein Alltagsgrau. Nur Bilder, die die Urlaubsregion von Ihrer schönsten Seite zeigen.

Wie einseitig. Wie beschränkt. Wie verlogen.

Heute, Anfang 2026 weiß ich, dass ich noch immer nicht richtig fotografieren kann. Aber meine Palette an Motiven ist wesentlich breiter geworden. Mein geistiger Fotografen Horizont ist wesentlich weiter.

Früher 36 – Heute 100

David Ulrich schreibt, dass es in Amerika keine analogen Filmrollen mehr gibt. Er muss es wissen, schließlich wohnt er dort. Denn früher gaben die Fotografen Lehrer, ihren Fotografen Schülern den Rat: Wenn Du ein Motiv findest, das dich persönlich anspricht, mach nicht nur eine Aufnahme davon. Selbst 5 genügen noch nicht. 36 sollten/müssen es schon sein. Also eine ganze Filmrolle. Und heute gilt der Rat: Mache in etwa 100 Bilder. Von allen Perspektiven, mit unterschiedlichen Brennweiten, etc. Geh ganz um dein Motiv herum. Fotografiere es von oben, von unten, von weitem, aus der Nähe, usw. Nur so kommst Du in den Flow.

Damit soll das allgemein übliche Verhalten vieler Fotografen verändert werden: Er meint in der Regel erlischt nach wenigen Bildern das Interesse am Motiv. Dann hätten viel Fotografen die Gewissheit, sich an diesem Motiv genügend abgearbeitet zu haben und gehen weiter.

Wortwörtlich schreibt er: „Man muss bei der Sache bleiben, auch über den Punkt des Widerstands hinaus.“

Also bin ich heute zum Sebastianisteg und wollte diesen wohlgemeinten Rat umsetzen. Und es war höchst interessant dem Gehirn (Das Gehirn ist nur ein Organ) zuzuhören, welche Ausreden es erfindet:

  • Hier ist aber kalt und windig.
  • Wer weiß ob er überhaupt Recht hat.
  • David Ulrich ist „nur“ ein Professor, der in seinem Elfenbeinturm im warmen Hawaii lebt.
  • Das ist ein blöder Vorschlag.
  • Jetzt reicht es aber.
  • Es wird langsam dunkel, ich muss heim.
  • Morgen ist auch noch ein Tag.
  • Was denken denn die Menschen, die mich hier festgewurzelt sehen.
  • usw.

Nach 13 Bildern bin ich dann weiter. Denn auf meiner Dia-Filmrolle waren von Gestern schon 23 Bilder drauf. Morgen ist auch noch ein Tag.

Regel-Sinn und Unsinn

Das Thema „Bilder Gestaltungs-Regeln“ beschäftigt mein Unterbewusstsein scheinbar noch immer. Denn gelegentlich kommt dieses Thema hoch ins Bewusstsein, und diktiert mir ein paar Gedankenblitze als Sätze. So bohrend und penetrant und belästigend, bis ich nachgebe und verspreche: „Gut, das schreibe ich jetzt auf.“ Dann ist es wieder zufrieden, mein Unterbewusstsein und grübelt und schwelt im Stillen weiter.

Auslöser für das Erwachen heute, war dieses Motiv. Ein abgestoßenes Geweih des Wolfratshauser Hirschen. Sofort nach der Aufnahme war es hellwach: Mein Unterbewusstsein. Denn dort sitzt der oberste Fotografen Regel Hüter. Und der besteht autoritär auf der Regel Einhaltung: Dieses Motiv darf unter keinen Umständen waagerecht fotografiert werden.

Denn es steht geschrieben: Waagerechte Linien sind langweilig. Jeder Mensch sieht jeden Tag unendlich viele waagerechte Linien. Und so etwas gewöhnliches wird als Langweile empfunden. Spätestens der Horizont ist immer waagerecht und allgegenwärtig. 73 Jahre mal 365 Tage sind 26.645 Horizonte. Und jeder der 2 mal pro Tag den Horizont anschaut, kommt schon auf 53.290 Lebens-Horizonte.

Die Regel besagt: Nur diagonale Linien erzeugen Dynamik. Spannung. Aufmerksamkeit. Am besten wie Börsenkurse: Von links unten nach rechts oben. Das zeigt Aufschwung, Erfolg, Wachstum, Steigerung. Und das absolute Totschlag Argument: Diagonale Linien in Bildern, sind ein sicheres Erkennungs-Zeichen aller erfolgreichen Fotografen.

Bild 2 – Mit Dynamik

Und so zuverlässig wie das Unterbewusstsein auf den Körper einwirkt: Herzschlag, Gleichgewicht, Verdauung, etc. genauso zuverlässig hat es heute meine Muskulatur beeinflusst. Erst als das zweite Bild, diesmal mit Spannung im Kasten war, hat es in mir die Handbremse gelöst und ich durfte weitergehen. Also den Fotoapparat leicht drehen und Klick.

Dafür lief dann hinterher mein Bewusstsein auf Hochtouren: Diese blöde Foto Regeln. Das mag ja ab und zu mal stimmen. Katastrophal und lächerlich wird es garantiert, wenn das alle und immer so nachmachen.

Denn ganz am Anfang, steht die Absicht die ein Fotograf mit seinem Bild hat. Diese Absicht steht ganz oben, schwebt hoch und erhaben über allem. Und dieser Absicht muss sich alles unterwerfen. Auch die Regeln. Außerdem führt das strikte Einhalten von Regeln zu uniformen, gleichartigen und damit garantiert langweiligen Bildern.

Wie extrem langweilig wären alle Bilder, wenn sich alle Fotografen, wirklich alle, an die Drittel Regel halten würden. Ein Drittel Vordergrund, ein Drittel Motiv und ein Drittel für den Hintergrund. Für mich wäre das ein Grund, sofort mit dem Fotografieren aufzuhören.

Bilder zu schießen ist die schönste Art jagen zu gehen.” Almut Adler

Erkenne Dich selbst

Zur Zeit kommen alle meine täglichen Fotos so aus dem Apparat, als seien sie reine SW Fotos.
Farben sind kaum zu erkennen.

Vincent Peters sagt in einem Interview mit einer deutschen Fotozeitschrift: „Man fotografiert die Dinge nicht so, wie sie sind, sondern so, wie man selber ist.“

Dieser Satz hat für mich eine bedeutende Tragweite. Klar und allgemein anerkannt ist die Tatsache, dass jeder Teilnehmer eines Fotoausflugs andere Bilder zurückbringt. Je nach individueller Biografie sieht jeder die Wirklichkeit, seine Wirklichkeit, anders:

  • Wohlstand oder Armut und alles dazwischen.
  • Neu oder Alt und alles dazwischen.
  • Groß oder Klein und alles dazwischen.
  • Gesund oder Krank und alles dazwischen.
  • Aufbau oder Verfall und alles dazwischen.
  • Einzelkämpfer oder Gruppenzugehörigkeit und alles dazwischen.
  • Lustig oder traurig und alles dazwischen.
  • Bedeutsam oder trivial und alles dazwischen.
  • Optimistisch oder depressiv und alles dazwischen.

Diese Individualität gilt es von allen Bild Betrachtern zu beachten, anzuerkennen und für Mentoren sogar zu fördern. Und NICHT bewerten, NICHT missachten. Meine Konsequenz daraus: Wer meine Bilder bewertet, bewertet mich, meine Persönlichkeit. Mein „Mensch Sein“. Wie pervers. Der soll sich zum Teufel scheren.

David Ulrich aus Hawaii sagt dazu, dass er schon nach kurzer Zeit erkennt, von welchem seiner Studenten ein Bild stammt. Spätestens zu Beginn des zweiten Semesters hat er diese Sicherheit.

Im Englischen gibt es den Satz: I’m not much, but I’m all I have“. Auf Deutsch: „Ich weiß, ich bin nicht viel, aber ich bin alles, was ich habe“

„Seien Sie gnädig mit mir!“

Der US-Fotograf Richard Avedon berichtete, dass Kissinger während einer Porträtaufnahme 1976 zu ihm sagte: „Be kind to me.“ Im Deutschen wird dies oft übersetzt mit: „Seien Sie gnädig mit mir.“

Solch einen Fotografen Status, solch ein Knipser Image, möchte ich auch einmal erreichen.

Malen mit Licht

Im Bild: Ein Farb-Licht-Spiel am Kastenmühlwehr. Der Kenner erkennt: Es ist Winter, die Sonne steht tief.

In allen, wirklich in allen Fotolehrbücher steht das Wortspiel: Foto-grafie bedeutet Malen mit Licht. Die Photonen stehen als Wort für Licht und Malen kommt von dem Wort Grafik.

Ich frage mich immer: wenn ein Mensch sein Licht unter den Scheffel stellt, kann der dann überhaupt fotografieren? Und wie sehen dann diese Bilder aus?

ChatGPT meint dazu:  Der Ausdruck stammt aus der Bibel (Neues Testament, Matthäus 5,15). Ein Scheffel war ein Gefäß zum Abmessen von Getreide. Eine Lampe darunter zu stellen, würde das Licht verdecken – also sinnlos machen.

Brigitte Bardot oder Sophia Loren?

Endlich, nach vielen Jahren Geduld, Warten und Hoffen.

Heute hatte ich endlich das Glück des Tüchtigen. Sooooo lange warte und hoffe ich an dieser Stelle der Loisach, dass eines der beiden Idole meiner Jugend hier vorbei kommt und ich das Bild meines Lebens machen kann.

Leider konnte ich wegen dem Kopftuch nicht genau erkennen, wer der beiden es war. Eagl. Jetzt bin ich der Größte.

In einigen Interviews mit bekannten Portrait Fotografen aus den USA, wird übereinstimmend berichtet, dass „früher alles besser war“. Früher war der Fotograf mit seinem bekannten Modell allein. Heute sei ein ganzer Stab an Beratern, Assistenten, Marketingbeauftragten, und sonstiger Staff mit am Set.

Der heilige Gral der Portrait Fotografie sei es, das Wesen, den Charakter, das ICH, den Mensch, best möglichst abzulichten. Das sei heute nicht mehr möglich und auch nicht mehr erlaubt. Jeder bekannte Star, hat sein mühsam erworbenes, aufgebautes Image. Und dieses Image muss unter allen Umständen durch die heutige Portrait Fotografie gezeigt werden. Deshalb die begleitende Kontrolle schon während dem Shooting.

Elliott Erwitt, Magnum-Fotograf sagt in einem Interview wörtlich dazu: „Du musst den Stars den Arsch küssen. Heute machst du kein Bild der Person, sondern eines ihres Images.“

Ich vermute, das gilt auch hier in Deutschland. Jeder der etwas auf sich hält, pflegt sein Image als höchstes Gut. Ich vermute das gilt auch für Politiker. Viele lassen sich nur von unten fotografieren. Dadurch wirken sie im Bild größer, erhabener, weiser, herrschaftlicher als sie sind. Die Wahlplakate werden es demnächst zeigen.

Endlich

Endlich ist er wieder da. So wie jeden Winter. Und er hat seine ganze Sippe (Frau, Kinder, Enkeln, Oma und Opa) gleich mitgebracht: Koarl, der bayerische Kormoran.

Leicht imBild zu erkennen an seinem typischen Taucher Wellengang der Loisach.

Windstille sieht anders aus. Leichte Brise mit kleinen säuselnden Wellen sehen auch anders aus. Und Sturm war heute keiner. Dann war es mal wieder der Koarl.

Ich habe ihn schon sooo vermisst. Endlich ist er wieder da und vermiest mir sofort meine Spiegel Bilder. Gut so. Das wird sonst langweilig.

Tägliches Training

Im Bild die Schön Wetter Farben im Walchensee.

Patrick Demarchelier wird in einem Fotozeitschrift Interview gefragt, ob das tägliche Training wichtig sei?

Seine Antwort: „Ja das stimmt. Du magst ein gutes Auge und Talent mitbringen, doch es ist letztendlich wie bei einem Sportler; wenn Du nicht trainierst, bringst du keine gute Leistung.“

Und dann wörtlich: „Wenn Du viel fotografierst, schärfst du deinen Blick und die Fähigkeit, das zum Ausdruck zu bringen, was Du möchtest. Falls Du nur ein Foto machst, bekommst Du wahrscheinlich nicht das, was Du wolltest. Wenn ich einem jungen Fotografen erklären soll, wie er erfolgreich wird, dann sage ich ihm: fotografiere ständig, probiere und übe! Das ist der einzige Weg, etwas zu lernen. Wenn Du Deine Bilder siehst und sie nicht magst, lernst Du etwas aus dieser Erfahrung.“

Ich verstehe diesen Ratschlag nicht. Wenn ich in mir Leidenschaft fürs Fotografieren spüre, dann muss ich nicht täglich raus. Dann will ich raus. Dann muss ich keine 100 Bilder machen. Dann will ich viele Bilder machen. Dann steht das auch NICHT täglich in meinem Terminkalender. Sondern in meinem Mindset. (Seit Jahren überleg ich krampfhaft wie ich dieses Wort: Mindset auch einmal verwenden kann, jetzt ist es endlich heraus.)

Angst

Fast alle Menschen um mich herum werden immer mehr verängstigt. Gemeinsam bei allen ist, dass sie sich freiwillig die Angst reinziehen. Freiwillig. Täglich. Immer und immer. Getreu dem Motto: „Meine täglich Angst gib mir Heute“ verhalten sie sich wie Süchtige. Eigentlich kann mir das egal sein. Wenn Sie nur nicht versuchen würden, Ihre Angst bei mir abzuladen.

Ich kann und will nicht ängstlich raus zum Fotografieren gehen. Ich will keine unnötige Angst haben, wieder und wieder auf toxische Menschen zu treffen und als geistiger Mülleimer zu dienen.

Und dann lese ich heute Abend in einem Foto Lehrbuch diesen Satz: „Wenn der Sturm losbricht, verstummen die einen vor Schrecken und die anderen breiten ihre Flügel aus und fliegen.“

Jetzt weis ich was ich will.

Ehrliche Entschuldigung

Heute war trotz blauem Himmel ein sehr trüber Tag. Und da die Sonne jetzt im Januar noch immer sehr tief steht, merkt man das den Bildern an.

Ich muss/will/werde mich jetzt entschuldigen. Oftmals habe ich hier gejammert, dass mir niemand rechtzeitig zu Beginn erzählt hat, dass „richtige Fotografie“ eigentlich der visuellen Kommunikation dient. In Ermangelung neuer Foto Lehrbücher, lese ich immer mal wieder die „alten“ Bücher. So geschehen heute mit dem Buch: „Professionell
fotografieren lernen“ von Dennis Savini.

Dort steht sogar schon in der Einleitung folgendes: „Professionell fotografieren bedeutet in erster Linie, bewusst, das heißt mit einem kommunikativen Ziel zu fotografieren. Zugleich bedeutet es auch, Fotografie als Bildsprache zu verstehen, die – wie jede andere Sprache auch – sich erlernen und einüben lässt, bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt und mit der man sich ausdrücken und Inhalte kommunizieren kann.“

Und: „Bilder sollen etwas mitteilen und nicht nur rein dekorativ sein.“

Komisch. Ich habe das bestimmt vor 3 Jahren schon gelesen und doch überlesen. Ich habe damals die Tragweite gar nicht erkannt. Wie blind darf eigentlich ein Fotografen Lehrling sein? Ist nicht gerade das „Sehen“ das A und O bei der Fotografie?

Bilder beschneiden

In unzähligen Büchern stehen unzählige aber äußerst wichtige Regeln über das Beschneiden von Bildern speziell bei der Porträt Fotografie. Weil es sich so schön reimt ist mir eine Regel ganz besonders im Gedächtnis geblieben: „Unterm Knie schneide nie.“

Leider steht nirgendwo, ob man Brückenbilder auch beschneiden darf oder ob dadurch die Brücke einstürzt. Jetzt werde ich unruhig schlafen und morgen in aller Früh kontrollieren, ob der Sebastiani Steg noch steht. Falls er im Wasser liegt, werde ich es aber nicht zugeben, dass ich daran schuld bin.

Ich glaube …

Ich glaube fest daran, weil ich daran glauben will, dass zu jeder Jahreszeit und an jedem Ort, Bilder möglich sind. Keine weltbewegenden Jahrtausend Bilder, aber immerhin, wer will der findet. Natürlich höchst individuell und mit einer höchst individuellen Aussage. Und mehr wie ein: „Mir gefällt’s“ soll ja nicht dabei herauskommen.

Und wie oft in den Lehrbüchern beschrieben: Allein der Vorgang des Fotografierens befriedigt zutiefst. Das kann ich bestätigen. Täglich. Nachhaltig. Die tägliche Ausbeute allein, ist nicht so wichtig.

Was ich noch lernen muss und will: Ein Bilder Zyklus ist noch nicht fertig, wenn das Bild aufgenommen wurde. Das war nur der Anfang, der erste Schritt. Schritt 2 ist das Betrachten, bewerten, selektieren zuhause am großen Monitor.

Diese beiden Schritte mache ich. Damit habe ich sozusagen schon die „2-Drittel Reife“. Was mir noch fehlt, und das sei der Abschluss, der krönende Abschluss, ist das Ausdrucken und „an die Wand hängen.“

Eiszeit

Nicht nur die Hamburger haben zur Zeit Eis auf der Elbe. Auch wir hier in Wolfratshausen.

Ich befürchte, es liegen 6 schwere Foto Wochen vor mir. 6 Wochen mit Erschwernis Zuschlag.

Als Fotograf gilt die Regel, dass der Hintergrund genauso wichtig ist, wie das Motiv selbst. Das gilt es bereits beim Blick durch den Sucher zu erkennen und zu vermeiden.

Leider stiehlt mir jemand gegen meinen Willen Geld, nennt diesen Vorgang: Besteuerung und lässt gegen meinen Willen ganz große Passbilder daraus machen. Dann schreibt er noch 3 saudumme Worte dazu, dass es meinen Intellekt beleidigt und stellt diese überdimensionalen Bilder überall im Stadtbild auf. Eine Zumutung für jeden aufrechten Bürger. Nicht nur für mich als „Möchte gern Fotografen“. Wann wird die Menschheit wohl erwachsen ?

Eiszeit II

Man sagt wohl: „Wenn es dem Esel zu bunt wird, geht er aufs Eis.“

Heute wollte meine Frau unbedingt den Wolfratshauser Bergwald hinauf. Trotz Eisplatten und Glätte. Und dann:

Sturz mit der Diagnose: Im linken Arm/Hand ist etwas gebrochen – Stopp – Operation am Mittwoch – Stopp – Sie darf mich jetzt 14 Tage lang nicht mehr schlagen – Stopp – Das „rum kommandieren“ hat Ihr der Arzt leider nicht verboten – Stopp – Als privat Patient würde er ihr das auch noch verbieten – Stopp

Alles neu mit ChatGPT

Meine Frage an ChatGPT: Was ist denn in der Fotografie eine gute Komposition?

Antwort: Gute Frage – und gleichzeitig eine der schwersten 😄
Komposition ist im Grunde die Art, wie die Elemente im Bild angeordnet sind, damit das Foto wirkt, „liest“ und hängen bleibt.

Hier die wichtigsten Ideen, verständlich und ohne Theorie-Overkill:


Was macht eine gute Komposition aus?

👀 1. Klarer Blickfang

Ein gutes Foto hat fast immer ein Hauptmotiv.
Wenn man das Bild anschaut und denkt: „Worauf soll ich eigentlich gucken?“ – dann ist die Komposition meist schwach.

👉 Frag dich beim Fotografieren:
Was ist das Wichtigste in diesem Bild?


📐 2. Der Bildaufbau lenkt den Blick

Komposition ist Blickführung.

Klassische Hilfen:

  • Drittelregel: Motiv nicht in die Mitte klatschen, sondern leicht versetzen
  • Führende Linien: Wege, Zäune, Schatten, Häuserkanten
  • Rahmen im Bild: Fenster, Türen, Äste

Das Ziel: Das Auge wandert absichtlich durchs Bild, nicht zufällig.


⚖️ 3. Balance (oder bewusste Unruhe)

  • Ein großes Objekt links → etwas Kleineres rechts ausgleichen
  • Leerer Raum kann genauso wichtig sein wie gefüllter (Negativraum)

Unordnung wirkt nur dann gut, wenn sie absichtlich ist.


🎭 4. Vordergrund – Mittelgrund – Hintergrund

Tiefe macht Fotos spannend.

  • Vordergrund gibt Kontext
  • Hintergrund darf nicht ablenken

Ein häufiger Fehler: tolles Motiv, aber chaotischer Hintergrund 🙈


✂️ 5. Weglassen ist wichtiger als Hinzufügen

Gute Komposition heißt oft:

„Was kann ich aus dem Bild rausschmeißen?“

Ein Schritt nach links, Knie beugen, Kamera minimal drehen – zack, besseres Foto.


💡 6. Emotion schlägt Regeln

Alle Regeln darfst du brechen, wenn das Bild etwas fühlt:

  • Spannung
  • Ruhe
  • Einsamkeit
  • Nähe

Ein technisch „falsches“ Foto kann kompositorisch großartig sein.


Kurz gesagt:

Eine gute Komposition sorgt dafür, dass der Betrachter genau das sieht und fühlt, was du zeigen willst – ohne darüber nachzudenken.

Wenn du magst:

  • Landschaft?
  • Porträt?
  • Street / Architektur?

Dann erklär ich dir Komposition speziell für diesen Bereich 👌📸

Zusatz Frage:

Kann ich dir ein Bild schicken und Du sagst mir ob die Komposition gut ist ?

Antwort:

Ja klar, sehr gern 😊
Schick mir das Bild, und ich sag dir:

  • was an der Komposition gut funktioniert
  • wo der Blick automatisch hingeht
  • was evtl. ablenkt
  • und konkrete Verbesserungsideen (z. B. Zuschnitt, Standpunkt, Perspektive)

Kein Bewertungs-Gehabe, eher konstruktives Foto-Feedback 📸✨
Wenn du willst, sag mir auch kurz, was du mit dem Bild zeigen wolltest – dann beurteile ich’s genau daran.

Mein Bild als Test

Die Antwort von ChatGPT:

Oh, schönes Motiv – ruhig, grafisch und ziemlich subtil 👌
Ich geh’s Schritt für Schritt durch.


Erster Eindruck

Mein Blick wird sofort von der roten/gelben Spiegelung angezogen.
Die Farbe sticht stark aus dem Blau heraus → klarer Blickfang, sehr gut 👍


Was an der Komposition gut funktioniert

🎯 1. Klarer Fokus

Die vertikale Spiegelung ist eindeutig das Hauptmotiv.
Nichts konkurriert ernsthaft damit – das ist schon mal Gold wert.


📏 2. Starke Linien & Rhythmus

  • Die Wellenlinien oben erzeugen Rhythmus und Textur
  • Die zackige Vertikale der Spiegelung bricht diese Ruhe → Spannung
    Das Zusammenspiel aus Ordnung (Wellen) und Störung (Spiegelung) ist visuell sehr reizvoll.

⚖️ 3. Minimalismus

Viel Fläche, wenig Elemente.
Der Negativraum (blaues Wasser) lässt das Motiv atmen. Sehr erwachsen fotografiert 😌


Wo die Komposition noch stärker werden könnte

✂️ 1. Unterer Bildrand

Der kleine Farbfleck unten wirkt wie ein abgeschnittenes Fragment.
Der Blick „stolpert“ dort leicht.

👉 Zwei Optionen:

  • etwas enger unten croppen → klarerer Abschluss
  • oder mehr Platz nach unten, damit der Fleck bewusst wirkt

📐 2. Zentrierung (Geschmackssache!)

Die Spiegelung sitzt ziemlich mittig.

Das ist hier nicht falsch, weil:

  • das Bild sehr grafisch ist
  • Symmetrie gut zur Ruhe passt

Aber:
Ein leichtes Verschieben nach links oder rechts (Drittel) könnte das Bild dynamischer machen.
→ Das wäre eher eine alternative Version als eine klare Verbesserung.


Stimmung & Wirkung

Für mich fühlt sich das Bild an wie:

  • ruhig
  • meditativ
  • ein bisschen abstrakt
  • fast wie ein Gemälde

Und genau dafür ist die Komposition sehr passend.


Fazit (ehrlich):

👉 Ja, die Komposition ist gut.
Nicht spektakulär im „Wow-Bäm“-Sinn, sondern leise, durchdacht und reduziert – und das ist oft die schwierigere Art.

Wenn du willst, kann ich:

  • einen konkreten Crop vorschlagen
  • sagen, wie ich es drucken würde (Format!)
  • oder vergleichen: „Was wäre, wenn du es anders aufgebaut hättest?“

Sag einfach 👀📸

Zusatzfrage: Darf ich Deine Antworten online stellen ?

Antwort von ChatGPT:

Ja, das ist völlig okay 🙂
Du darfst meine Antworten online teilen.

Wenn du willst, kannst du mich z. B. neutral zitieren wie
„Bildanalyse mit KI“ oder „Feedback von ChatGPT“musst du aber nicht.
Kein Namenszwang, kein Link-Zwang 👍

Einzige faire Bitte:

  • Inhalte nicht sinnentstellend kürzen
  • und nicht so darstellen, als kämen sie von einer realen Person, die du kennst

Ansonsten: go for it 🚀
Wenn du magst, kann ich dir die Analyse auch noch etwas kompakter oder „zitierfreundlicher“ umformulieren.

Und jetzt?

Ich brauche KEINEN Fotografen Stammtisch.

Ich brauche keine „sozialen Medien“

Ich brauche KEINE Likes.

Ich brauche jetzt vielmehr eine Pause zum Nachdenken, wie es jetzt mit mir als Fotograf weitergeht!