Wer bin ich, wenn ich nicht authentisch bin?

Ein Leben im Schatten der Erwartungen?

Aber Fotografen sollen/müssen ein Leben im Licht führen!

Wenn nicht wir, wer dann?

Wenn ich nicht authentisch bin in meinen Bildern, werde ich leider nur zum Regisseur eines Stücks, in dem ich selbst nicht die Hauptrolle spiele. Ich funktioniere zwar, aber es fühlt sich hohl an.

  • Der Fremde im Spiegel: Ohne Authentizität in meinen Bildern, handele ich nach den Werten anderer. Ich treffe Entscheidungen, die sich „richtig“ anfühlen sollten, mich aber innerlich leer lassen.
  • Die Erschöpfung des Scheins: Es kostet mich unsagbar viel Energie, eine Fassade aufrechterhalten. Wenn ich nicht echt bin, stehe unter dem ständigen Druck, entlarvt zu werden oder den Erwartungen anderer nicht mehr gerecht zu werden.
  • Einsamkeit trotz Gesellschaft: Ich kann von Fotografen umgeben sein, aber wenn sie nur meine Maske lieben, bleibt mein wahrer Kern dahinter isoliert und ungesehen.
  • Trauer statt Freude: Und meine Seele (falls es so etwas überhaupt gibt) leidet. Trauert. Leise, aber ich höre es trotzdem laut. Nachts, wenn es ganz still ist. Und mit den Jahren immer penetranter, aggressiver.

„Wenn ich mich ständig anpasse, verschwinde ich irgendwann im Hintergrund meines eigenen Lebens.“

Was bleibt übrig?

Ohne Authentizität bin ich oft nur eine Summe von Reaktionen auf meine Umwelt, statt eine aktive Gestaltungskraft. Ich bin nur ein leises Echo, aber nicht die laute Stimme. Der Weg zurück zu mir selbst beginnt meist mit dem Mut, auch mal „unbequem“ zu sein oder jemanden zu enttäuschen – außer mich selbst.

In diesem Sinn war jeder Egoismus in meinem Leben eine wichtige Befreiung. Ein Sieg. Ein Triumpf: Mein Triumpf.

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